Der FC Basel kassierte die zweite Heimniederlage in Folge und könnte am Sonntagabend acht Punkte Rückstand auf den Leader YB aufweisen. Die Basler unterlagen mit 0:2 dem nicht mehr kriselnden FC St. Gallen.

Das sind sich die Zuschauer im St. Jakob-Park nicht gewohnt: Nach drei Heimspielen, zwei in der Super League und einem in der Champions League, wartet der FC Basel in diesem Jahr weiterhin auf Punkte und Tore. Zwei Wochen nach Lugano sicherte sich auch der FC St. Gallen drei Zähler beim Meister und bescherte damit der neuen Führung um Matthias Hüppi den ersten Sieg sowie Trainer Giorgio Contini etwas Luft nach dem mühevollen Start in die Rückrunde. Basel hingegen verlor erstmals seit September 1997 zwei Heimspiele in Serie. "Man kann es nicht schönreden", sagte FCB-Trainer Raphael Wicky.

Den Ostschweizern reichte zum erst zweiten Sieg in Basel in den letzten knapp 16 Jahren eine kämpferisch einwandfreie Leistung, die ausgerechnet der vom FCB ausgeliehene Stürmer Cedric Itten mit zwei Toren krönte. Der 21-Jährige traf in der 52. und 86. Minute für den FCSG, der die acht Absenzen in seinem Kader mit viel Engagement kompensierte. Contini musste aus der Not heraus auf Spieler zurückgreifen, die zuletzt nicht mal mehr im Aufgebot gestanden hatten, etwa auf Nassim Ben Khalifa, Andreas Wittwer oder Stjepan Kukuruzovic, der mit seinem Freistoss die Vorlage zum 2:0 gab.

Der FC Basel konnte nicht kaschieren, dass er sich in einer schwierigen Situation befindet, auch weil die Neuzugänge vom Januar (noch) nicht die gewünschten Verstärkungen sind. Fabian Frei sass auf der Bank, Valentin Stocker konnte nicht die entscheidenden Impulse liefern, und Léo Lacroix leistete sich mit dem Ballverlust gegen Itten den entscheidenden Fehler vor dem 0:1. Trotzdem hätte für den FCB alles besser laufen können, wenn er etwas effizienter gewesen wäre. Mehrmals scheiterten Basler am starken Goalie Dejan Stojanovic und vor allem verschoss Ricky van Wolfswinkel in der 24. Minute einen Penalty. Es war bereits der zweite verschossene Elfmeter vom Double-Gewinner in der Rückrunde, nach jenem von Mohamed Elyounoussi gegen Lugano.


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