Eishockey

Die letzte Konsequenz fehlt: Der EHC Basel verliert erneut gegen Arosa

Der EHC Basel hatte gegen Arosa seine Mühe.

Der EHC Basel hatte gegen Arosa seine Mühe.

In einer fairen und spannenden Partie verliert ein ersatzgeschwächter EHC Basel gegen den EHC Arosa mit 1:3. Die Basler verpassten es, durch eine miserable Chancenauswertung im Mitteldrittel eine Vorentscheidung herbeizuführen.

Trainer Robert Othmann musste an diesem Dienstagabend unter anderen auf Sahli, Zwissler und den Valenza-Brüdern verzichten. Dafür konnte er auf den zuletzt lange verletzten Kiss sowie den gesperrten Gfeller zurückgreifen. Aufgrund der vielen Absenzen musste dieser im Sturm aushelfen. Ebenfalls zu Einsätzen kam der 17-jährige Junior Studer. Bei Arosa coachte der Assistenztrainer Manojlovic, nachdem Marc Haueter sein Traineramt aufgrund "unüberbrückbaren Differenzen und unterschiedlichen Vorstellungen in Trainings – und Spielthemen" niedergelegt hat.

Defensiv eingestelltes Basel im Startdrittel

Wer dachte, dass ein dadurch verunsichertes Arosa nach Basel kommt, sah sich getäuscht. Die Gäste agierten sehr offensiv, störten die Basler effektiv in der eigenen Zone. Auf der anderen Seite Basel, welches sehr abwartend agierte. Man zog einen Riegel bis fast zur Mittellinie und liess die Bündner aufbauen. Mit null Gegentoren im Startdrittel wurde zumindest dieses Ziel damit erreicht. Offensiv trat man dafür kaum in Erscheinung. Die besten Chancen hatten Vogt in 11. und Maurenbrecher in der 15. Minute. Schlussendlich sahen die abermals über 1000 Zuschauer ein ausgeglichenes Startdrittel.

Schlechte Chancenauswertung

Die Spielanlage änderte sich bei den Baslern nach der ersten Pause. Ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von Kruijsen. Schir, Seiler, Kiss; Maurer und Maurenbrecher hatten grosse Chancen, die Führung zu erzielen. Wie jedoch bereits vor ein paar Tagen war Torhüter Kruijsen sehr schwer zu überwinden. Einzig Vogt gelang dies an diesem Abend, als er in der 30. Minute von Hagen wunderbar an der blauen Linie angespielt und mit einem Schlenzer zum 1:0 treffen konnte. Kurz danach verpasste Hagen den zweiten Treffer. Danach zeigte Arosa eine Reaktion und glich nach einem schönen direkten Kombinationsspiel durch Bandiera aus. In den letzten Minuten des Mitteldrittels gab es Möglichkeiten auf beiden Seiten. Seiler und Himmelarb auf Basler Seite sowie einen Pfostenschuss von Arosa.

Leidenschaftliche Bündner

Im Schlussabschnitt war der Wille zum Sieg bei den Gästen grösser. Sie zeigten vollen Einsatz, gingen jeder Scheibe konsequent nach, spielten einfach, schnell und direkt. In der 53. Minute verhinderte Haller mit einer Glanzparade das 1:2, was dann fünf Minuten vor Schluss Tatsache wurde. Lampert konnte mit Anlauf Heughebaert überlaufen und liess Haller dieses Mal keine Chance. Knapp zwei Minuten vor Schluss nahm Othmann nach seinem Timeout Basels Torhüter für einen sechsten Feldspieler raus. Nach einem Scheibenverlust entschied Jeyabalan das Spiel mit einem Schuss ins verwaiste Basler Tor.


Nach dem Sieg und besten Saisonspiel gegen Leader Martigny hat Basel nun dreimal hintereinander gegen einen direkten Gegner um die ersten vier Playoff-Plätze verloren. Dies zeigt klar auf, dass gegen jede Mannschaft eine 100prozentige Leistung gefordert ist. Das Team muss nun schnellstmöglich wieder in die Spur finden und mit letzter Konsequenz den Erfolg erzwingen. Am nächsten Samstag um 18:00 Uhr in Chur ist die erste Chance dazu.

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