Eishockey NLB
Die nächste deutliche Klatsche für die Basel Sharks

Die Basel Sharks knüpften am Montagabend nahtlos an die Leistung bei der 3:7-Niederlage vom Samstag gegen La Chaux-de-Fonds an und unterlagen auch dem HC Thurgau vor heimischem Publikum klar und deutlich mit 1:8.

Martin Merk
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Basels Pascal Wittwer und Co. waren chancenlos.

Basels Pascal Wittwer und Co. waren chancenlos.

Uwe Zinke

Was ist bloss mit den EHC Basel Sharks los? Im November feierte man Sieg um Sieg und auch diesen Monat gab es zwischenzeitlich drei Siege in Folge. Kurz vor Weihnachten zeigt sich die Mannschaft dagegen vor allem defensiv in einem desolaten Zustand.

Zwar stellte der Trainer Dino Stecher die Abwehrreihen nicht zuletzt aufgrund der Rückkehr Dan Weisskopfs zum SC Bern um, doch die gewünschte Wirkung war ebenso wenig ersichtlich wie das Ankommen des Impulses.

Ein Spiel zum Fremdschämen

Wie schon in der zweiten Spielhälfte am Samstag war es ein Spiel zum Fremdschämen für die 1326 Fans. Die Sharks-Abwehr zeigte sich fahrlässig und mit zu wenig Biss. Als ob die Spieler direkt vom besinnlichen Weihnachtseinkauf aufs Eis geschlittert wären. Geschenke gab es vor allem für Derek Damon. Der 33-jährige Center aus dem US-Bundesstaat Maine erzielte im ersten Drittel einen lupenreinen Hattrick und entschied das Spiel bereits früh zugunsten der Ostschweizer.

Offensiv waren die Basler nicht chancenlos. Pascal Wittwer sowie mit einem Pfostenschuss Dario Gartmann hatten eine mögliche Führung auf dem Stock, bevor Damon ein erstes Mal zuschlug. In der 11. Minute traf dieser im Nachschuss, nachdem Urban Leimbacher einen Versuch Danny Irmens geblockt hatte. Nur eineinhalb Minuten später konnten die Basler von Glück reden, dass die Gäste in einer ähnlichen Situation nicht gleich nochmals trafen.

Hartnäckige Thurgauer

Die Thurgauer witterten ihre Chance und waren hartnäckig. Und so knallte es erneut. In der 13. Minute traf Damon mit einem präzisen Schuss via Innenpfosten. Der im Stich gelassene Leimbacher war machtlos. Eine Minute später entlief den Baslern Fadri Lemm, dessen Seitenpass Kevin Rohner zu verwandeln wusste. Kurz vor der Pause machte Damon mit einem Powerplay-Tor seinen Hattrick komplett.

Die Basler blieben auch im zweiten Drittel erfolglos, weil die Thurgauer ihre Abwehrzone beherrschten. Dass es weniger Gegentore gab – der ehemalige EHC-Verteidiger Rajan Sataric im Powerplay und Irmen mit einem Konter erhöhten auf 6:0 – war ein schwacher Trost. Immerhin gab es im Schlussdrittel noch den Ehrentreffer durch Marco Vogt, als die Basler für einmal von einem Gegenstoss profitieren konnten.

Nach 15 Gegentoren innerhalb von zwei Tagen kommt die kurze Weihnachtspause gerade recht. Doch bereits am Freitag in Langenthal und am Sonntag daheim gegen Ajoie warten zwei unangenehme Gegner.