Auch unter der neuen Führung soll Sm’Aesch Pfeffingen weiterhin ganz vorne um den Meistertitel kämpfen. Im Hinblick auf die kommende Saison 2019/20 zeigt die intensive Arbeit des neuen Leitungsteams erste Resultate: Wenige Wochen nach dem Ende der vergangenen Saison steht das künftige Team auf den allermeisten Positionen. Zum jetzigen Stand besteht das Kader für die Saison 2019/20 aus elf Spielerinnen.

Mit Monika Chrtianska, Dora Grozer, Annalea Maeder, Madlaina Matter, Livia Saladin, Gabi Schottroff und Livia Zaugg gehören sieben Frauen dazu, die schon letzte Saison dabei waren, darunter mit Chrtianska, Grozer, Matter und Schottroff vier aus der Stamm-Sechs. Umgekehrt haben sieben Kaderspielerinnen der Vorsaison den Verein verlassen. Die meisten Lücken aber sind mit dem Zuzug von vier neuen Ausländerinnen bereits wieder ausgefüllt. Eine weitere Neue wird für die Besetzung der Libera-Position noch folgen. Das sind die bisher neu verpflichteten Spielerinnen für das NLA-Team der Saison 2019/2020.


Luisa Schirmer

Zu den drei Aussenangreiferinnen Livia Zaugg, Monika Chrtianska und Dora Grozer gesellt sich mit der knapp 23-jährigen Luisa Schirmer eine deutsch-amerikanische Doppelbürgerin, die vor anderthalb Jahren nach Europa kam. Zuerst spielte sie für den aktuellen belgischen Doublegewinner Asterix Avo aus Beveren, danach während der gesamten letzten Saison für Texnooikia AEK aus der zypriotischen Stadt Larnaca. Zuvor war sie in ihrer Heimat Ohio auf allen Stufen von der Juniorin bis zur Profispielerin aktiv gewesen.

Luisa Schirmer.

Luisa Schirmer.

Mita Uiato

Ebenfalls aus den USA, allerdings mit asiatischen Wurzeln, stammt die neue SMAP-Passeuse Mita Uiato. Sie kam in der kalifornischen Hafenstadt Long Beach zur Welt, spielte dann aber für die Volleyballfrauen der University of Hawaii, ehe sie die beiden letzten Jahre in Finnland beim „Lentopalloseura“ in der Stadt Kangasala unter Vertrag war. „Lentopalloseura“ heisst übrigens vom Finnischen ins Deutsche übersetzt nichts anderes als „Volleyballclub“. Ihr Zuzug fusst auf den Überlegungen von Cheftrainer Andi Vollmer und der Clubleitung, dass der erst 17-jährigen Annalea Maeder zwar die Zukunft gehören dürfte, dass ihr aber die Schlüsselposition einer Zuspielerin noch nicht allein zugemutet werden kann.

Mita Uiato.

Mita Uiato.

Taylor Fricano

Dass man bei Sm’Aesch Pfeffingen in der kommenden Saison neben der Deutschen Dora Grozer und der Österreicherin Monika Chrtianska auch auf die amerikanische Schule setzt, belegt die Verpflichtung der 24-jährigen Diagonalspielerin Taylor Fricano, die soeben in Aesch unterschrieben hat. Sie kommt aus dem Bundesstaat Missouri, spielte dann während mehreren Jahren Volleyball für die University of North Carolina und für die University of Wisconsin. Bevor Taylor Fricano vor einem Jahr erstmals nach Europa kam und für den tschechischen Spitzenclub Kralova Pole Brno (Brünn) tätig war, war sie für kurze Zeit auch im Beachvolleyball aktiv.

Taylor Fricano

Taylor Fricano

Jazmine White

Mit Jazmine White spielt in der kommenden Saison eine bereits vertraute Sportlerin wieder für Sm’Aesch Pfeffingen. Die 26-jährige kanadische Mittelblockerin kehrt ins Birstal zurück. 2017 war sie aus dem finnischen Rovaniemi ein erstes Mal nach Aesch gekommen und hat einen grossen Beitrag zum damaligen Vize-Meistertitel beigetragen, ehe sie sich vor einem Jahr dem ungarischen Club Fatum-Nyíregyháza anschloss und mit diesem Team im Europacup unter anderem die Schweizer Mannschaft aus Düdingen besiegte.

Jazmine White.

Jazmine White.

Auch Trainerstaff und Führung stehen

Auch für jene Teams, die nicht auf dem Feld, sondern am Spielfeldrand und hinter den Kulissen arbeiten werden, kann Sm’Aesch Pfeffingen bereits weitgehend Vollzug melden. Andi Vollmer, der bisherige Cheftrainer, wird Sm’Aesch Pfeffingen mindestens bis zum Ende der Saison 21/22 zur Verfügung stehen. Die neue Führung hat die Option auf zwei Verlängerungsjahre vorzeitig eingelöst. Im Trainerteam wird der Cheftrainer einen neuen Assistenztrainer erhalten.

Der Vertrag mit dem Italiener Riccardo Boieri wurde nicht verlängert. An seiner Stelle gewann SMAP mit Michal Tarabcik einen Mann, auf den Vollmer ganz grosse Stücke hält. Der 33-jährige Tscheche werde aufgrund seiner Erfahrung als Spieler und Trainer sowie aufgrund seiner umfassenden Ausbildung eine hervorragende Unterstützung in der Trainingsarbeit und im Scouting sein, betonte Vollmer unlängst an einem internen Anlass, der der weiteren
Bildung der Organisation rund ums NLA-Team diente.

Der im April 2019 nach überaus verdienstvollen Jahren zurückgetretene Werner Schmid war nicht nur Präsident der AG, sondern auch des Vereines. An der Vereins-GV am 4. Juni werden seine Nachfolger als Vereinspräsidenten gewählt werden.

NLA wieder mit zehn Teams

Die Führung der SMAP GmbH, die neu statt der früheren Aktiengesellschaft als Trägerin für den Betrieb in der Nationalliga verantwortlich ist, arbeitet wie bereits erwähnt längst im „Vollbetrieb“, um beim Trainingsstart Anfang Juni und dann vor allem beim Start zur neuen Saison parat zu sein. Die beginnt am 5. Oktober 2019 mit dem Supercup zwischen Double-Gewinner Viteos NUC Neuchâtel und dem Vizemeister aus Aesch. Eine Woche später ist dann der Start der NLA-Meisterschaft, für SMAP voraussichtlich am 13. Oktober 2019 um 17.00 Uhr in der Löhrenacker-Halle gegen Volleyball Franches-Montagnes.

Dabei wird die Meisterschaft 2019/20 der Frauen nach einem veränderten Modus gespielt. Neu wird die Liga nicht mehr nur acht Vereine umfassen, sondern wie früher zehn Teams. Ergänzt wird das bisherige Teilnehmerfeld bestehend aus NUC Neuchâtel, Sm’Aesch Pfeffingen, Düdingen, Kanti Schaffhausen, Lugano, Cheseaux, Franches-Montagnes und Genève Volley mit dem Aufsteiger VBC Val-de-Travers, der seine Heimspiele in Couvet austrägt. Zweiter Aufsteiger ist Volley Toggenburg, der vor einigen Jahren aus der Fusion des KSV Wattwil und Voleka Ebnat-Kappel entstand und in der Rietstein-Halle im sanktgallischen
Wattwil daheim ist. Gespielt wird zuerst die Qualifikation mit normaler Hin- und Rückrunde. Danach folgen für acht der zehn Clubs die Playoffs, die neu nach dem Prinzip „Best of five“ und nicht mehr nach „Best of three“ gespielt werden.