Es sind dies vier Spiele, aus denen mehr als ein «Häppli» Punkte resultieren soll. «Das sind definitiv vier wichtige Spiele für uns», ist sich Stürmer Tassilo Schwarz bewusst. Schliesslich will sein Team nicht nur am Strich dran bleiben, «sondern drüber kommen.» Derzeit sind die Basler vier Punkte hinter den GCK Lions auf Rang 9, also «out of the Playoffs», klassiert.

Eigentlich überall nahe dran

Von den letzten 13 Spielen seit Ende September hat die Truppe des Francokanadiers Dany Gelinas nicht weniger als sechs mit einem Tor Unterschied verloren. Ein Indiz einer grassierenden Verlierer-Mentalität also? «Wir wissen, dass wir nahe an den anderen dran sind. Das ist gut. Aber wir müssen künftig einige Nuancen besser machen», so Schwarz. Das grösste Problem sind die fehlenden Tore – in dieser (wichtigen) Hinsicht sind die Basler die Plüschtierli der Liga – sprich am harmlosesten. Ansonsten gibt es effektiv keine herausragende Schwäche. Man ist dran, aber mehr hinten als vorne.

In der Nationalmannschaftspause haben die Sharks einerseits hart trainiert, um im Rhythmus zu bleiben. Andererseits «haben wir auch viel Detailarbeit betrieben», so Schwarz. Gestern zum Beispiel waren die Face-Offs, die Bullys also, ein Thema.

Positiven Biorhythmus erarbeiten

Tore schiessen hat viel mit einem beschwingten Gefühl und Lockerheit zu tun. Wenig mit viel denken, viel mit wenig denken. Einem jubilierenden Biorhythmus sozusagen. «Wenn uns einmal zwei, drei Siege in Folge gelingen, ist es absolut möglich, dass wir in einen Lauf finden», ist der ex Langenthaler und Captain des EHC Olten überzeugt. Positive Erfahrungen erzeugen ja bekanntlich positive Reaktionen. Zweimal en suite haben die Sharks heuer erst einmal, in der Doppelrunde gegen Schlusslicht Thurgau, triumphiert.

Gegen den heutigen Gegner Ajoie setzte es im Verlauf dieser Saison zwei knappe Niederlagen. Beide von der Sorte, wie sie die Sharks schon mehr als genug eingefahren haben. Einmal unterlagen die Nordwestschweizer mit 5:6, das andere Mal mit 1:3, wobei es damals bis 41 Sekunden vor Schluss 1:2 stand und der letzte Treffer Ajoies ins leere Tor fiel.

Noch 17 Tore bis zur Runde Cola

«Es war gut», sagt Tassilo Schwarz, «dass wir das letzte Spiel vor der Pause in Olten gewinnen konnten». Das Winner-Gefühl hatte so quasi Zeit, sich zehn Tage lang in den Köpfen der Basler Haie breitzumachen. Die Stimmung im Training wirkt denn auch heiter und fokussiert. Am Schluss spielt das Team das Cola-Spiel. Eine Art «Puck-Dart». Wer als Letzter mit dem Puck ins Ziel trifft, zahlt den anderen eine Cola.

Schwarz, der Betriebsökonomie-Student, steuerte beim letzten Spiel vor der Pause zwei Treffer zum 4:2-Sieg gegen Olten bei. Es waren die ersten Tore des ehemaligen Oltner-Juniors in dieser Saison. 2006/07 hatte er, damals noch für die Solothurner, 19 Tore markiert. Nun, 26 Spiele bleiben noch, um die Marke diese Saison zu toppen. «Wenn ich das schaffe», sagt der seit letztem Dienstag 30-Jährige, «dann spendiere ich der ganzen Mannschaft eine Runde Cola – auch ohne Cola-Spiel.»