Die Basel Sharks sind dank dem 6. Sieg in den letzten sieben Spielen definitiv im vorderen Mittelfeld angekommen. Ein paar Punkte hinter dem Spitzentrio, aber mittlerweile auch bereits sechs Punkte - bei einem Mehrspiel - vor Visp. Basel verdiente sich den dritten Sieg gegen die sichtlich frustrierten Neuenburger mit einer überzeugenden Willensleistung im Schlussdrittel. Als alles für La Chaux-de-Fonds zu laufen schien, erzwang Basel die Differenz auf eindrückliche Weise. Die Neuenburger dürfen immerhin für sich in Anspruch nehmen, dass sie in Sachen Provokationen in der NLB führend sind und obwohl sich etliche Basler bisweilen anstecken liessen, blieb der Schaden mit einem Gegentor in engen Grenzen. Erneut überzeugten die Sharks im Unterzahlspiel, das mitunter - zusammen mit den Toren im Schlussdrittel - der Schlüssel zum Erfolg im schneebedeckten Neuenburger Jura war. Basel war zwar nicht immer ganz cool, aber letztlich äusserst clever.

Theodoridis erstes Saisontor

Basels Führung durch Joshua Theodoridis – er schoss sein erstes Saisontor – nach dem Startdrittel war nicht unverdient, denn zu Beginn erarbeiteten sich die Gäste die besseren Chancen, doch wurden sie zunehmend auch etwas leichtsinnig in ihren Offensivbemühungen und vernachlässigten die defensive Absicherung. Das schuf den Neuenburgern Raum für schnelle Konter und mehrere Überzahlsituationen. Es brauchte mehrmals einen sicheren Urban Leimbacher, um den Schaden in Grenzen zu halten. Gegen Robin Leblancs Ausgleichtreffer konnte aber auch er nichts mehr machen. Ein verlorenes Bully in der Offensivzone, zwei zentimetergenaue Diagonalpässe und schlecht gestaffelte Verteidiger liessen den NLA-erprobten Kanada-Schweizer alleine vor Leimbacher auftauchen.

Bilderbuchangriff brachte erneute Führung

Dass auch die Shark konterstark sind, bewiesen Marco Vogt, Anthony Rouiller und Torschütze Marc Müller mit einem Bilderbuchangriff und der erneuten Führung. Die Freude darüber dauerte allerdings keine zwei Minuten, dann leistete sich Matthias Rossi in einer hektischen Spielphase einen Fauxpas, der ihm fünf Strafminuten und einen Restausschluss einbrachte. Bevor der Schiedsrichter die Strafe aussprechen konnte, trafen die Neuenburger im Powerplay zum Ausgleich. Und nur Sekunden nach dem Ablauf seiner Strafe schossen die Neuenburger nach einem Getümmel vor Leimbacher durch den 36-jährigen Michael Neininger die erstmalige Führung.

Ein offener Schlagabtausch

Was folgte, war ein Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Es spricht für die Moral der Basler, dass sie den erneuten Ausgleich schafften. Rouiller traf im x-ten Anlauf nach mehreren Abprallern und keine zwei Minuten später schloss Julian Schmutz eine sehenswerte Kombination über Vogt und Müller mit dem «Game Winning Goal» ab. Wittwers Treffer 23 Sekunden vor Schluss ins leere Tor unterstrich lediglich, dass Basel auch in der hektischen Schlussphase abgeklärt und clever spielte.