Nachdem sich die beiden Mannschaften in den letzten vier Begegnungen die Punkte jeweils teilten, kamen die Old Boys zu einem verdienten 2:0-Sieg gegen den FC Solothurn. Bei hochsommerlichen Temperaturen erwischten die Basler den besseren Start. Der wichtige Führungstreffer fand allerdings unter gütiger Mithilfe der Gäste statt. Nach einem Flankenball in den Sechzehner brachte keiner der Verteidiger den Ball aus der Gefahrenzone. Der Ball landete unverhofft beim frei stehenden Tim Grossklaus. Doch bevor der Stürmer zum Abschluss kam, wurde er von Ivano Baeriswyl am Leibchen gezupft und dadurch entscheidend behindert. Nico Thüring verwertete den fälligen Foulpenalty mit einem platzierten Flachschuss. Torhüter Pablo Molina ahnte zwar die Ecke, konnte den Ball aber nicht abwehren.

«Es war enorm wichtig, bei diesen Temperaturen in Führung gehen zu können», wusste OB-Trainer Massimo Ceccaroni um die Wichtigkeit dieses Treffers. Denn nun lag es an den Ambassadoren, die Initiative zu ergreifen und den Rückstand aufzuholen. Die besten Möglichkeiten hatte Paulo Vogt. In der 34. und 38. Minute konnte sich der starke Linksfuss jeweils in gute Schusspositionen bringen. Florian Stocker im Tor der Old Boys musste sich beide Male gehörig strecken, um den Ausgleich zu verhindern.

Druckvolle zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel ging es im ähnlichen Stil weiter. Die Old Boys konzentrierten sich auf die Spielkontrolle. Die beiden zentralen Mittelfeldspieler Diren Akdemir und Nico Thüring wirkten sehr ballsicher und zwangen die Solothurner zu grosser Laufarbeit. Die grösste Ausgleichsmöglichkeit ergab sich für den FCS in der 65. Minute: Paulo Vogt hatte OB-Goalie Stocker bereits ausgespielt und den Ball Richtung Tor gespitzelt. Da rauschte im letzten Moment Vincent Leuthard heran und spedierte den Ball kurz vor der Torlinie noch weg. Zehn Minuten später fiel nach einer tollen Kombination das 2:0. Thüring lancierte den eingewechselten Patrick Streule, der uneigennützig auf Tim Grossklaus passte. Der 24-jährige Neuzugang hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz für die Entscheidung zu sorgen.

Massimo Ceccaroni zeigt sich denn auch zufrieden: «In der zweiten Halbzeit waren wir in allen Belangen die bessere Mannschaft. Die Stürmer haben sehr gut gearbeitet. Defensiv müssen wir aber noch besser werden. In der Vorwärtsbewegung machen wir noch zu viele Fehler.» Der Spielplan will es, dass die Old Boys nun vier Mal hintereinander auswärts antreten müssen.