Fussball
Die Old Boys dürfen erneut von einem Hammerlos träumen

Gelbschwarz gewinnt gegen Brühl mit 4:1 und steht somit im Schweizer Cup. Nun darf OB von einem nächsten Aufeinandertreffen mit Branchenprimus FC Basel hoffen. In der letzten Ausgabe unterlag die Hegi-Truppe dem grossen FCB erst nach Verlängerung.

Jeremy Weill
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Die Old Boys hatten gegen den Leader Rapperswil Grund zum Jubeln.

Die Old Boys hatten gegen den Leader Rapperswil Grund zum Jubeln.

Giuseppe Esposito

Die Old Boys dürfen wieder auf einen grossen Gegner in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups hoffen. «Der FCB», war die kurze und knappe Antwort von OB-Trainer Roger Hegi bezüglich des Wunschgegners, um allerdings gleich danach zu relativieren: «In erster Linie bin ich stolz auf die heutige Leistung, denn die Umstände waren alles andere als einfach.»

Einige Punkte sind bei den Gelbschwarzen an diesem Nachmittag zusammengekommen: Mehrere Spieler gingen angeschlagen in die Partie, zudem war es für einige wiederum die letzte Begegnung bei den Old Boys und zu guter Letzt hat man von Stürmer John Baggio und seinem Berater die letzten Wochen nichts mehr gehört. Baggio war mit der Madagassischen Nationalmannschaft unterwegs und hatte zwei Afrika Cup-Qualifikationsspiele. Allerdings hätte Baggio bereits vor zwei Wochen zwischen den beiden Spielen zurückkommen sollen. Baggios Vertrag läuft jedoch sowieso aus und es wäre auch so unklar gewesen, ob der 22-Jährige bleiben würde.

Dominanter Beginn

Von all diesen Strapazen war im Spiel gegen die St. Galler schliesslich wenig sichtbar. OB drückte von Anfang an und konnte früh durch Florian Müller in Führung gehen. Einziger negativer Punkt war das zwischenzeitliche 1:1, als Nguyen einen langen Ball im Strafraum kaum bedrängt zum Ausgleich einschieben konnte. Nach der Pause gab es auf beiden Seiten kaum mehr Chancen. Wieder war es Topscorer Florian Müller der nach einer knappen Stunde die erneute Führung erzielte. Dies nach schönem Assist von Tobias Ritter. Schliesslich erhöhte Karim Barry und der Brühler Giger mit einem Eigentor zum Endstand von 4:1.

Sechs Spieler verabschiedet

Vor der Partie wurden mit Ruben Costa, Ibrahima Coulibaly, Dejan Jakovljevic, Patrick Muff, Dominik Ritter und Aurelién Wurtzel sechs Spieler verabschiedet. Bei den meisten Spielern war der Abgang von Vereinsseite her nicht «ungewollt», wie Hegi betonte. Die Lücken sollen nun routiniertere Akteure füllen. «Dass unser Team zu jung ist, hat man diese Saison einige Male gespürt.»

Einzig fixer Neuzugang ist bisher der 30-Jährige Torhüter Beat Weber von Delémont. Auch bei ihm spielt die Erfahrung eine wichtige Rolle. Der momentane Goalie Steven Oberle soll jedoch bleiben, viel Spielzeit wird es für den 22-Jährigen im OB-Dress wohl kaum mehr geben.

Ebenfalls verabschiedet wurde Assistenztrainer Thomas Mohler. Er wird künftig Beni Huggel bei der U16-Equipe von Luzern assistieren. «Für mich war es immer ein Ziel im Nachwuchs zu arbeiten, umso schöner dass es nun geklappt hat.» Mohler wird allerdings versuchen weiterhin die Spiele von OB, zu besuchen. Vielleicht wird er das ja in der 1. Cup-Hauprunde tun – gegen den FC Basel.