Vor allem nachdem sich der Verein im Gegensatz zu vergangenen Spielzeiten nicht den Klassenerhalt, sondern eher eine Topplatzierung zum Ziel gesetzt hat. «Wir wussten jetzt alle, dass es nicht mehr so weitergehen konnte, das hat man heute gesehen», sagte Doppeltorschütze Karim Barry dann auch nach der Partie. Einer Partie unter speziellen Bedingungen: Sage und schreibe 37 Grad zeigte es zeitweise an diesem ultraheissen Sommernachmittag auf der Anzeige an.

Für jene Zuschauer, die sich für den Gang auf die Schützenmatte entschieden, lohnte sich der Besuch. Die Hitze war bei dieser Version des Duells Basel gegen Zürich kaum anzumerken, die Partie war abwechslungsreich und von den Spielanteilen her auch ausgeglichen. Zudem nahmen die Old Boys erst in der 80. Minute (!) die erste Einwechslung vor, was für die gute Kondition der ersten Elf spricht.

Einzig fehlte einige Male im entscheidenden Moment die Konzentration, so dass beide Teams oftmals gute Möglichkeiten ausliessen. Ausser ganz zu Beginn: Bereits knapp eine Minute nach dem Anspiel lag der Ball bereits im Tor der Zürcher. Karim Barry nutzte ein Zuspiel Mergim Ahmetis, nachdem OB kurz zuvor den Ball erobert hatte.

Weiterhin punktgleich mit Schlusslicht

Neben Barry erwischte auch der zweite Stürmer der Old Boys, Pascal Rietmann, einen guten Tag. Noch in der ersten Hälfte setzte er sich zwei Mal gut durch, scheiterte jedoch jeweils an FCZ-Torhüter Fellmann. Kurz nach der Pause machte es der 26-Jährige besser und schlenzte den Ball ins hohe Eck zum 2:0.

In der 78. Minute dann die Entscheidung – wieder durch Barry. Die Nummer neun verwertete ein scharfe Hereingabe von Florian Müller per Kopf. Bei Zürich passte nach dem Seitenwechsel nicht mehr viel zusammen, viele Angriffe missrieten und oft wurde auch völlig überhastet abgeschlossen. Trainer Artur Petrosyan ärgerte sich des Öfteren an der Seitenlinie. Ganz anders die Old Boys.

Auch in der Schlussphase fielen die Gelbschwarzen durch ihre Angriffslust auf. Trotz der Führung spielte das Heimteam weiter und liess nicht nach, der eingewechselte Sudar hätte kurz vor Schluss beinahe seinen ersten Pflichtspieltreffer für OB erzielt, sein Schlenzer landete jedoch am Pfosten. So blieb es beim hart umkämpften, aber gerechten 3:0. Spieler des Tages war Karim Barry, mit seinen zwei Treffern: «Die Umstellung auf 4-4-2 war optimal für mich, gerade bei dieser Hitze ein Sturmpartner zu haben, ist von Vorteil.»

Somit können die Basler vorerst den letzten Tabellenplatz abgeben, bleiben allerdings punktgleich mit Schlusslicht Bavois auf dem drittletzten Rang. Deshalb wären drei Punkte nächsten Samstag gegen Brühl St. Gallen (16.00, Schützenmatte) äusserst wichtig.

Telegramm:

BSC Old Boys – FC Zürich U21 3:0 (1:0)



Schützenmatte - 208 Zuschauer - SR Horisberger 



Tore: 1. Barry 1:0, 49. Rietmann 2:0, 78. Barry 3:0

OB: Klaus; Gutierrez, Limanaj, Dünki, Lopes; Müller, Sevinc, Sahin (83. Sudar), Ahmeti (80. Novakovic); Rietmann (80. Akbulut), Barry.

FCZ U21: Fellmann; Stettler, Alesevic, Kryeziu, Sadrijaj; Salija, Aliu; Von Niederhäusern, Ribeiro (60. Rohner); Kouamé (65. Sulejmani).

Bemerkungen: 86. Pfostenschuss Sudar - Verwarnungen: 31. Salija (Foul), 45. Sahin (taktisches Foul)