Leichathletik

Die Old-Boys-Girls wollen an der U20-EM hoch hinaus

Startklar: Salome Lang, Pascale Stöcklin und Lea Bachmann (v.l.). zvg

Startklar: Salome Lang, Pascale Stöcklin und Lea Bachmann (v.l.). zvg

Drei Akrobatinnen der Lüfte und eine unbekannte 400-m-Läuferin: Gleich zu viert sind die Basler Frauen an der U20-EM in Schweden vertreten.

30 Athletinnen und Athleten werden für die Schweiz an der U20-EM zwischen dem 16. und 19. Juli in Eskilstuna (Sd) an den Start gehen. So viele wie nie zuvor in der Geschichte von Swiss Athletics. Bei den Frauen stellen die Old Boys Basel die grösste Delegation. Vier der insgesamt 17 Athletinnen stammen aus dem Basler Leichtathletik-Klub. Es sind Lea Bachmann, Pascale Stöcklin (beide Stabhochsprung), Salome Lang (Hochsprung) und die in den USA lebende Chelsea Zoller (400 m).

«Die Nachwuchsarbeit in unserem Klub ist richtig gut», sagt Pascale Stöcklin und verweist auf die vor kurzem zu Ende gegangene U23-EM, bei der OB-Weitspringer Christopher Ullmann den Final erreichte. Eine Finalqualifikation der beiden Stabhochspringerin wäre eine Überraschung, doch in erster Linie geht es den jungen Frauen darum, erstmals in ihrem Leben Erfahrung an einem internationalen Grossanlass zu sammeln.

«Eine persönliche Bestleistung ist das Ziel, die Finalqualifikation der Traum», sagt die 19-jährige Lea Bachmann, die zu Beginn der Saison durch einen Wadenbeinbruch gebremst wurde. Ihre persönliche Bestmarke liegt bei 3,95 m, diejenige der 18-jährigen Pascale Stöcklin bei 4 m. Um in Schweden den Final zu erreichen, werden wohl Höhen von 4,2 m nötig sein.

Beide Stabhochspringerinnen haben vor kurzem das Gymnasium abgeschlossen. Stöcklin beginnt danach ein Praktikum bei Telebasel, Bachmann arbeitet demnächst 50 Prozent als Direktionssekretärin im Unispital und will sich vermehrt ihrem Sport widmen.

Salome Lang, die Erfahrene

Obwohl die Jüngste im Basler Quartett, ist die 17-jährige Hochspringerin Salome Lang die international Erfahrenste. Lang wurde 2013 Siebte des Europäischen Olympischen Jugendfestivals und nahm im vergangenen Jahr an den Olympischen Weltjugendspielen teil. Mit 16 wurde sie bereits Landesmeisterin bei den Grossen. Ihre Bestmarke liegt bei 1,83 m. Ihr Ziel ist der Final. «Wenn alles gut läuft, liegen sogar die Top 8 drin», sagt sie.

Lang ist überzeugt, dass sie von ihrer Erfahrung in Schweden profitiert. «Ich kenne meine Gegnerinnen, das hilft enorm», sagt sie. Auch die Abläufe sind ganz anders als an den Wettkämpfen in der Heimat: «Alles ist durchgeplant, es gibt mehr Regeln, das Interesse der Medien ist grösser und man wird durch Interviews abgelenkt», sagt sie. Diese Erfahrung kann sie nun an ihre Klubkolleginnen weitergeben. Zum Beispiel die Anekdote, dass sie an den Weltjugendspielen in China nicht einmal ihre Anlauf-Marke selbst verschieben durfte.

Die Vierte im Bunde ist selbst für Basler eine relativ Unbekannte. Die 400-m-Läuferin Chelsea Zoller ist in Basel geboren, zog aber im Alter von zwei Jahren mit der Familie nach Atlanta in den USA. Im August des letzten Jahres lief Zoller in Langenthal erstmals überhaupt ein Rennen in der Schweiz. Mit einer Zeit von 54,13 hält die bald 18-Jährige den OB-Klubrekord und den Kantonalrekord. Die Zeit lief sie 2014 in Orlando/Florida. Bevor Zoller zur Leichtathletik fand, war Basketball ihre Hauptsportart.

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