Promotion League

Die Old Boys haben das Debakel nur knapp verhindert

Aziz Sayilir konnte die Ziele noch nicht genau festlegen.

Aziz Sayilir konnte die Ziele noch nicht genau festlegen.

OB beendet die Saison auf dem 12. Schlussplatz: Jetzt muss der Basler Verein nach einer schwachen Saison wichtige Lehren ziehen.

Vergleicht man den diesjährigen zwölften Schlussrang der Old Boys-Fussballer in der Promotion League mit den vergangen vier Abschlussplatzierungen, so sieht das ganz ordentlich aus. 9, 13, 14, 5 und eben 12: Das sind die Plätze, auf denen der Basler Quartierklub die Liga seit dessen Lancierung zur Saison 2012/13 jeweils abgeschlossen hat.

Diesen zwölften Rang hätte man bei den Old Boys vor der Saison allerdings kaum unterschrieben. Zu stark war die letztjährige Premiere-Saison von Coach Samir Tabakovic. Die diesjährige Spielzeit gestaltete sich jedoch von Beginn an nicht ganz so einfach. Zuzüge während der Saison, Verletzungen, Abgänge während der Saison sowie ein durchaus überraschender Trainerwechsel in der Winterpause, so lässt sich das Drama zusammenfassen. Die gewichtigsten Abgänge konnten zwar kompensiert werden, doch Torhüter Oliver Klaus (von Vaduz) und Verteidiger Simon Dünki (Wohlen) stiessen erst während der Saison zum Team.

Zudem musste Dario Terzic, ein kroatischer Flügelspieler mit tragender Rolle im Herbst, den Verein aus Visa-Gründen im Winter verlassen. Tabakovic, der nach einem leichten Aufwärtstrend im Spätherbst noch zuversichtlich in die Rückrunde geblickt hatte, verliess den Verein nur wenige Wochen später aus zeitlichen Gründen.

Saisonziele erreicht

Mit Aziz Sayilir wurde ein in der Region weitgehend unbekannter Trainer verpflichtet, der ein halbes Jahr zuvor noch für die eigenen Junioren engagiert worden war. Nur fünf Punkte holte er in den ersten zehn Partien, der Abstieg in die 1. Liga war nach einer Niederlagenserie so nahe wie selten in den letzten vier Jahren.

«Nach dem 0:6 in Kriens verzweifelte ich langsam und dachte ‹es sollte nicht sein›», erklärt Aziz Sayilir. «Die Umstellung vom 3-4-3 auf ein 4-5-1 und die offensivere Rolle von Kapitän Onur Akbulut waren dann wohl ausschlaggebend für unseren erfolgreichen Schlussspurt.» Dank drei Siegen in den letzten drei Partien verhinderte Sayilir mit seinem Team das Debakel und erreichte mit dem Sieg in der Cup-Qualifikation gegen United Zürich sogar das zweite Saisonziel. Die nahe Zukunft gestaltet sich jedoch bereits wieder ungewiss. Vier Spieler verlassen den Verein auf sicher (Brems, Gutierrez, Klaus, Lopes), weitere Abgänge (sowie Neuzugänge) dürften folgen. «Ich kann die Ziele ohne definitives Kader noch nicht genau festlegen, persönlich würde ich gerne in die Top acht», meint Sayilir.

Wichtig dürfte es für die Old Boys sein, die Mannschaft möglichst früh beisammen zu haben. Oftmals agiert die Vereinsspitze spät und holt wie dieses Jahr mit Klaus und Dünki, oder im Vorjahr mit Muhamed Demiri (jetzt Schaffhausen), die nominell besten Spieler erst während der Saison. Würden solche späten Verpflichtungen früher getätigt, könnten die Gelbschwarzen eine Saison ohne Abstiegssorgen bestreiten.

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