Entschlossen ging der Favorit die Auswärtspartie bei der zweiten Mannschaft des BSC Old Boys an. Congeli verlagerte das Geschehen von Beginn an in die Platzhälfte des Gegners und kam zu diversen Tormöglichkeiten. «Acht grosse Chancen» hatte Concordia-Trainer Peter Schädler in der ersten Hälfte gesehen. Die besten hatten Marko Mihalj, dessen Direktabnahme in der zweiten Minute am Pfosten landete, und Daniel Stucki, der seinen Kopfball von Oliver Brogli auf der Linie abgewehrt sah.

Das Heimteam agierte aber niemals hektisch und zeigte mehrere gute Ansätze, sich spielerisch aus der Umklammerung zu lösen. Einen Abschluss im gegnerischen Sechzehner hatte OB bis zur 44. Minute dennoch keinen. Dann kam allerdings Cédric Saladin zwischen zwei Gegenspielern zum Flanken und Rafael Brändli besorgte in der Mitte per Kopf das 1:0. «Dieses Tor fiel aus dem Nichts! Wir sind dermassen erschrocken und haben uns bis zum Ende nicht mehr davon erholt», fasste Schädler die Schlüsselszene in Worte.

OB in der zweiten Hälfte aggressiver

Nach dem Seitenwechsel wurde das Heimteam stärker. «Nachdem wir in der ersten Halbzeit Mühe hatten, gingen wir nun mit der nötigen Aggressivität zu Werke. Wir gewannen die Zweikämpfe, erspielten uns Chancen und gewannen am Ende verdient», bilanzierte OB-Trainer Santino Cambria. Zwischenzeitlich musste sein Team allerdings um die drei Punkte bangen.

Denn nach 70 Minuten profitierte Congeli-Stürmer Dominic Castelli von einem Ausrutscher Kevin Mahrers und bediente Sturmpartner Mihalj, der zum 1:1 traf. Milos Colovic war allerdings
nur eine Zeigerumdrehung später für den Siegtreffer der Gelbschwarzen besorgt. Der Einwechselspieler drosch einen Querpass Resul Demiris aus elf Metern ins Lattenkreuz.

FC Concordia will oben bleiben

Dank des Sieges ist der BSC Old Boys in der Tabelle um zwei Plätze nach oben geklettert. Das soll so weiter gehen. «Wir wollen in der Rückrunde doppelt so viele Punkte wie in der Vorrunde holen und uns im oberen Tabellendrittel etablieren», nennt Santino Cambria das Ziel.

Ganz oben will dagegen der FC Concordia die Saison beenden. Für Peter Schädler eine schwierige Aufgabe, «denn dass wir ein 1.-Liga-Team sein sollen, wird zwar ständig geschrieben. Doch wenn man sich unsere drei 30-Jährigen wegdenkt, ist unsere Mannschaft genauso jung wie die anderen auch.» Dennoch dürfte der Aufstieg nur über Congeli führen. «Unsere Mannschaft ist zwar jung, sie ist aber auch gut», so Schädler.