1. Liga

Die Old Boys verlieren gegen Breitenrain mit 1:3

Chad Bartlomé (l.) verliert mit den Old Boys erstmals im neuen Jahr.

Chad Bartlomé (l.) verliert mit den Old Boys erstmals im neuen Jahr.

Es begann alles so gut. Thüring bekam den Ball in der Mitte, lancierte wunderschön Chad Bartlomé, der zu Zenger spielte und dieser dann nur noch einschieben musste. 1:0 nach knapp drei Minuten im Spitzenkampf, ein vielversprechender Start an diesem sonnig warmen Nachmittag.

Doch diese frühe Führung brachte nicht etwa Schwung bei den Gelbschwarzen, die durch die Rekordkulisse von 455 Zuschauern zusätzlich motiviert waren. Just nach dem 1:0 spielte Breitenrain vermehrt mit Pressing, stand hoch und OB kam kaum zu weiteren Möglichkeiten.

«Unsere Führung kam eventuell zu früh» meint Assistgeber und Stürmer Bartlomé und fügt hinzu: «Danach schienen wir unkonzentriert und verloren viele Bälle.» Aufgrund dieser Fehler näherten sich die Gäste öfter dem gegnerischen 16er. Maksimovic traf nach einer Viertelstunde per Freistoss nur die Latte, was die einzig gefährliche Szene der Berner in der ersten Hälfte war.

Die Old Boys hatten am Ende der ersten Halbzeit noch eine kurze Druckphase, oftmals mit Vorstössen über die rechte Seite, doch der letzte Ball kam selten gut. «Ich war überrascht, dass mehrere Spieler ihr Potenzial überhaupt nicht ausschöpften», analysierte der sichtlich enttäuschte Trainer Massimo Ceccaroni.

Ohne Ideen nach der Pause

Zur Pause musste der zweite nominelle Stürmer Rietmann verletzt raus, für ihn kam mit Patrick Breton jedoch ein weiterer Mittelfeldspieler. Diese taktische Umstellung war zwar aufgrund des Stürmermangels bei den Baslern notwendig, doch das Team von der Schützenmatte vermochte so kaum Druck zu erzeugen.

Dennoch hätte nach einer gut Stunde Bartlomé erhöhen können, doch er kam nach der Flanke von Vince Leuthard den berühmten Schritt zu spät, um die Vorentscheidung herbei zu führen. Und so kam die bittere Viertelstunde, in welcher der Tabellenzweite Breitenrain drei Tore erzielte. Zuerst war es Machado, der sich durch die ganze OB-Abwehr tankte und fünf Spieler stehen liess.

Ein Tor, das so nicht hätte fallen dürfen. Danach erhöhte Frey mit einem Doppelpack, per Elfmeter und per Konter. «Der Druck war für einige Spieler vielleicht doch zu gross», sagte Ceccaroni und stellte fest, dass man «in solchen Spielen den Unterschied zwischen guten und sehr guten Fussballern sehe.»

Dank der Niederlage von Münsingen am Sonntag in Solothurn hat der Quartierverein weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1