Fussball
Die Old Boys verlieren gegen Underdog Etoile Carouge

OB enttäuscht bei der 1:2-Heimniederlage gegen den Zweitletzten der Tabelle, Etoile Carouge. Der Underdog machte den Gelbschwarzen mit konsequenter Verteidigungsarbeit das Leben zu schwer.

Jeremy Weill
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Er sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich: Diren Akdemir. (Archiv)

Er sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich: Diren Akdemir. (Archiv)

Wenig bis gar nichts lief in der ersten halben Stunde auf der Schützenmatte. Die Old Boys waren gegen den Zweitletzten der Tabelle die aktivere Mannschaft, aber wirklich gefährlich wurden die Gelbschwarzen nie. Aufgrund des Ausfalls des gesperrten Claudio Zenger sowie des Trainingsrückstands der beiden nominellen Stürmer Karim Barry und Deny Gomes, musste Trainer Roger Hegi experimentieren.

So kam der eigentliche Innenverteidiger Patrik Breton im rechten Mittelfeld zum Einsatz, während der normalerweise auf dieser Position spielende Alessandro De Colle im Sturm auflaufen durfte. Auf der Bank nahmen gerade einmal vier Feldspieler Platz. «Ich wollte drei defensiv orientierte Spieler im Zentrum, die Spielmacher Nico Thüring den Rücken frei halten sollten», erklärte OB-Trainer Roger Hegi die Umstellungen. «Leider ist das nicht ganz aufgegangen, auch weil Carouge sehr dicht in der Abwehr stand.»

OB vermochte während des ganzen Spiels kaum Druck zu erzeugen und fand kein Mittel gegen die gut stehenden Genfer, die teilweise zu acht zwischen dem Ball und dem eigenen Tor standen. Frederic Torres verwertete in der 34. Minute aus dem Nichts und völlig alleine im Strafraum per Kopf zum 1:0 für die Gäste. Erst kurz vor Schluss konnte Kapitän Diren Akdemir nach einer Ecke ebenfalls per Kopf ausgleichen. Doch leider war es einfach nicht der Tag der Old Boys. In der letzten Minute lief Luis Araujo – vor allem durch seine rüde Spielweise und sein provozierendes Auftreten auffallend – durch die Abwehr der Gelbschwarzen, keiner griff ihn an und sein platzierter Flachschuss landete im Tor. «Uns fehlte gegen einen derart defensiven Gegner die Durchschlagskraft», stellte Hegi abschliessend fest, «insbesondere das letzte Tor nervt mich, ein 1:1 wäre in Ordnung gegangen.»