2. Liga inter
Die regionalen Teams wollen der Zürcher Dominanz Paroli bieten

Die regionalen Teams haben in der 2. Liga inter aufgerüstet – gegen die Zürcher bleibt wohl trotzdem das Nachsehen. Liestal dürfte wohl das stärkste Team der Region sein, während sich andere Mannschaften gegen unten orientieren müssen.

Jeremy Weill
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Künftig im Liestal-Dress: der ex-Muttenzer Piero Spallino (l.).

Künftig im Liestal-Dress: der ex-Muttenzer Piero Spallino (l.).

Uwe Zinke

Man mochte zu Beginn der letzten Saison gar nicht auf die Tabelle der 2. Liga interregional (Gruppe 5) schauen: Sämtliche Nordwestschweizer Teams belegten die hinteren Ränge, während die Zürcher Equipen dominierten. Die Regionalen konnten sich mit der Zeit fangen: Muttenz, Liestal und Dornach platzierten sich auf den Rängen fünf bis sieben, Allschwil und Binningen konnten den Abstieg kurz vor Schluss im Gegensatz zu Laufen verhindern.

Klare Liestaler Ansage

Wie erwartet, bleibt die Gruppe mit den Zürchern weiterhin bestehen, weshalb ein Aufstieg in die 1. Liga für alle Mannschaften aus der Region schwer sein dürfte. «Schaut man sich nur die Transfers von United Zürich an, werden die Verhältnisse klar aufgezeigt», meint Allschwil-Trainer Sohail Bamassy. United verpflichtete fünf Stammspieler aus der Promotion League, unter anderem David Blumer, der letzte Saison 15 Treffer erzielte. Doch auch die regionalen Mannschaften müssen sich nicht verstecken. Der FC Liestal hat mit Ermir Amiti (Pajde), Arben Gashi (Rheinfelden), Damiano Manna (Black Stars), Elmi Shashivari (Aesch) und Piero Spallino (Muttenz) enorm aufgerüstet. Trainer Massimo Saracino weist auch auf das Ziel hin: «Wir wollen ganz oben mitspielen.»

Gestiegene Ambitionen

Das denkt auch Neo-Dornach-Coach Roland Sorg: «Liestal wird sicherlich vorne dabei sein, wir versuchen es natürlich auch.» Dornach, das nebst Sorg auch von Sehid Sinani trainiert wird, konnte mit Yannick Güngerich, Fidel Tato und Olivier Boumelaha in jeder Reihe einen erfahrenen Spieler verpflichten, weshalb man einen Top-5-Platz erwarten kann. Auch Allschwil hat aufgestockt, beispielsweise kommt Stürmer Yannick Rahmen von Concordia. «Vor allem aber konnten wir einen Grossteil des Teams behalten, was in den vorherigen Jahren nie der Fall war», erklärt Trainer Bamassy.

Muttenz mit Tanner, ohne Spallino

Der SV Muttenz verliert mit Piero Spallino seinen Topskorer, konnte aber mit Rückkehrer Marc Tanner die Abwehr verstärken. «Unser Ziel ist es, nichts mit dem Abstieg zu tun haben, damit sich unsere junge Mannschaft weiterentwickeln kann», sagt Coach Björn Ulli, der in seine zweite Saison bei Muttenz startet. Ähnlich wie Allschwil konnte auch Binningen die Mehrheit des Teams behalten, dazu kommt Dominik Ritter von den Old Boys.

Und Aufsteiger Dardania nennt dasselbe Ziel wie letztes Jahr eine Liga tiefer: «Der Klassenerhalt», meint Trainer Enver Hajdari lachend. Der Kader wurde auf diese Saison hin leicht verstärkt. Unter anderem kommen Goalie Skenderbe Sadiku von Congeli und Rilind Selmani von Möhlin.