Die markanteste Veränderung im WSV Basel gab es auf dem Trainerposten. Für den Deutschen Robert Jobst wird neu die Holländerin Anitra Bibo (53) die Geschicke leiten. Bibo, die sich seit bald 40 Jahren mit dem Sport beschäftigt, wurde 1983 Weltmeisterin. Sie wohnt seit 20 Jahren in Zürich und führt eine Schwimmschule. Bibo hat bei den Baslerinnen unter der Bedingung zugesagt, dass Caroline und Ines Camprubí weiterhin aktiv bleiben.

Der Rücktritt vom Rücktritt

Das ist nicht selbstverständlich, denn die 40-jährigen Zwillingsschwestern aus Pratteln hatten vor ein paar Jahren mit ihrer glanzvollen Karriere aufgehört, bevor sie vor gut 18 Monaten ihr Comeback gaben und als Leistungsträgerinnen eine Menge zum Titelgewinn und Cupsieg in der vergangenen Spielzeit beitrugen. Die Camprubí-Schwestern sind für ihren Ehrgeiz bekannt und mit Bibo eng befreundet. Sie teilen mit ihr unter anderem die Leidenschaft für das Golfspielen. Nicht mehr im Kader sind indes Torhüterin Alexandra Bienz, Topskorerin Sandra Lizé und Valérie Jacot. Vor allem der Abgang von Lizé wiegt schwer, denn die Kanadierin war sowohl in der Abwehr wie auch als Torschützin eine Bank.

Neue Torhüterin

Für Bienz wurde die Ungarin Réka Szilagyi verpflichtet. «Wie gut sie ist, wissen wir allerdings nicht», sagt Caroline Camprubí. Szilagyi trifft erst heute ein und steht am Abend zum Start gegen Horgen gleich im Tor (20.30 Uhr, Hallenbad St. Jakob). Was bedeutet der Aderlass für die Saisonaussichten? «Ich denke, dass die Stammsieben weiterhin sehr stark ist. Aber in der Breite haben wir vielleicht ein wenig an Substanz verloren», erklärt Camprubí. «Die Abgänge sind auch eine Chance für junge Spielerinnen, nun vermehrt Erfahrungen zu sammeln und Verantwortung zu übernehmen», ergänzt Trainerin Bibo. Von den sechs Rivalen dürfte Winterthur erneut der stärkste Widersacher im Kampf um die beiden Titel sein.