Seit der knappen Niederlage im Cup-Highlight gegen den FC Zürich schienen die Black Stars den Faden etwas verloren zu haben. In der Meisterschaft holten sie aus den folgenden vier Spielen gerade mal drei Punkte. Zudem verpassten sie die Qualifikation für den Cup der nächsten Saison. Eindeutig zu wenig für eine Mannschaft mit Aufstiegsambitionen.

Da kam es nicht ungelegen, dass nun mit dem auf die aktuelle Spielzeit hin aufgestiegenen FC Bern der Tabellenletzte auf dem Buschweilerhof gastierte. «Ich bin froh, dass wir gewonnen haben und Selbstvertrauen für die restlichen Aufgaben dieser Vorrunde tanken konnten», lautete denn auch das Fazit von Black-Übungsleiter Samir Tabakovic nach dem deutlichen 2:0-Sieg gegen die chancenlosen Berner.

Sehenswerte Tore

Es hätte gut und gern auch vier oder fünf zu null stehen können, wenn sich seine Spieler etwas effizienter in der Chancenauswertung gezeigt hätten. Umso sehenswerter waren dafür die beiden Tore, die sie erzielten. Etwas mehr als eine Stunde war gespielt, als Marc Troller nach einer Flanke von Reto Friedli per Direktabnahme traf. Und nur drei Minuten später doppelte Stiven Petrovic mit einem harten, platzierten Schuss von der Strafraumgrenze aus nach.

Damit war die Partie denn auch gelaufen, denn die Berner waren in der Folge zu keiner Reaktion fähig und die Hausherren spielten den Vorsprung gekonnt über die Zeit. «Insbesondere gefreut hat mich die Tatsache, dass wir defensiv gut gestanden sind, dem Gegner praktisch keine Tormöglichkeit zugestanden und zu null gespielt haben», so Tabakovic.

Unter Berücksichtigung der zwanzig Tore, welche die Stadtbasler in den letzten fünf Spielen kassierten, überraschte es in der Tat, wie solide und diszipliniert sie in der Defensive agierten. Auch wenn sich die Kreativität und Durchschlagskraft der Offensivabteilung des FC Bern unter dem Niveau dieser letzten fünf Gegner befand.

Nichtsdestotrotz erhofft sich Tabakovic, dass sein Team dank diesem Sieg den Tritt wieder findet und in den verbleibenden drei Spielen dieses Jahres gegen die U21-Mannschaften von Luzern und den Berner Young Boys und im Derby gegen den FC Concordia wieder so auftritt, wie es sich für einen Aufstiegsaspiranten gebührt.

«Wollen nach wie vor aufsteigen»

Denn am erklärten Saisonziel hält der Trainer der Black Stars fest: «Wir wollen nach wie vor aufsteigen. Und wenn wir aus diesen letzten drei Vorrundenbegegnungen genug Punkte einfahren, werden wir auch mit einer machbaren Ausgangslage in die Rückrunde starten.»