Unihockey
Die Schwankungen weiter ausgleichen

Erstligist Leimental unterliegt trotz einer guten Leistung Leader Sarnen mit 2:3. Die letzten Minuten spielten sich praktisch nur in der Platzhälfte von Ad Astra Sarnen ab.

alan heckel
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Eine gute Leistung schlecht belohnt: Leimentals Dominik Mendelin spielt sich vorbei.

Eine gute Leistung schlecht belohnt: Leimentals Dominik Mendelin spielt sich vorbei.

Doch der 1.-Liga-Leader hielt dem Druck von Unihockey Leimental stand und brachte den 3:2-Vorsprung über die Zeit. Der Sieg in der Ettinger Möslibachhalle war der 13. in ebenso vielen Spielen für die Obwaldner.

Die Spieler des Heimteams verliessen zwar enttäuscht den Platz, mussten sich aber nicht viel vorwerfen lassen. «Wir waren ebenbürtig», fand Dominik van Stipriaan. Der Captain des Tabellenachten mutmasste, dass die mentale Komponente mitentscheidend für den Erfolg der Innerschweizer war: «Als ungeschlagener Leader haben sie ebenjenes Quäntchen Selbstvertrauen, das uns derzeit fehlt.»

Leimentals Trainer Patrick Mendelin strich nach Spielschluss zuerst das Positive heraus. «Wir haben dem souveränen Tabellenführer alles abverlangt. Die Defensive hat ‹verhebt›. Nur drei Gegentore gegen den besten Angriff der Liga können sich durchaus sehen lassen.» Anders verhält
es sich dagegen mit dem Spiel nach vorne. «Die Chancenauswertung ist unsere Krankheit in dieser Saison», sagen Trainer und Captain unisono.

Die Baselbieter versuchen schon seit Wochen, ihr Hauptproblem in den Griff zu kriegen. «Wir arbeiten dran. Der Hauptfokus in den Trainings liegt beim Torabschluss», bestätigt Domi-nik van Stipriaan und hofft, dass sich die entsprechenden Erfolge möglichst bald einstellen. Allerdings dürften die Leimentaler selbst im positiven Fall die Spielzeit im Niemandsland der Tabelle beenden. «Gegen hinten haben wir ein Polster, und doch noch den Anschluss nach vorne zu schaffen, dürfte sehr schwierig sein», beurteilt der Captain die aktuelle Lage.

Neues Teamgefüge

Sein Trainer teilt diese Ansicht und liefert die Erklärung für das bisherige Abschneiden: «Vor der Saison haben uns ein paar ältere Spieler verlassen. Nach diesem Umbruch musste sich ein neues Teamgefüge entwickeln.» Was Mendelins junger Mannschaft jetzt noch fehlt, ist die Konstanz, «denn spielerisch waren wir in jeder Partie 40 Minuten lang ebenbürtig oder besser».

In den restlichen Rückrundenspielen will Mendelin «die Schwankungen weiter glätten». Aufgrund der Tabellensituation muss der Trainer weniger Rücksicht auf die Ergebnisse nehmen. «Wir können uns nun voll auf unser Spiel und nicht mehr auf das Resultat konzentrieren», so Mendelin. Die Früchte der gegenwärtigen Arbeit will Unihockey Leimental dann in den nächsten Saisons ernten.