1. Liga
Die schwarze Basler Serie gegen Zürich ist beendet

Der FC Basel U21 besiegt die Altersgenossen des FC Zürich mit 4:1 - eine Premiere. Noch nie waren sie zuvor aus einer Direktbegegnung gegen eine Zürcher Nachwuchsmannschaft als Sieger vom Platz gegangen.

Alan Heckel
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Marko Bicvic verwandelt einen Penalty zum 2:1 und ebnet somit dem FCB den Sieg über Zürich. Uwe Zinke

Marko Bicvic verwandelt einen Penalty zum 2:1 und ebnet somit dem FCB den Sieg über Zürich. Uwe Zinke

«Züri schlo, isch schön», begann der Basler Anhang kurz vor Spielende zu singen. Ein Lied, das die Fans der U21 des FC Basel noch nie anstimmen konnten, denn seit die Rotblauen in der Saison 2009/10 mit den Altersgenossen des FC Zürich und der Grasshoppers in der gleichen 1.-Liga-Gruppe spielen, waren sie noch nie aus einer Direktbegegnung gegen eine Zürcher Nachwuchsmannschaft als Sieger vom Platz gegangen.

Frühe Zürcher Führung

Dass die schwarze Basler Serie bei Dauerregen und unangenehmen Temperaturen auf dem Rankhof ihr Ende finden würde, zeichnete sich fast eine Halbzeit lang nicht ab. Zwar startete das Heimteam furios und erspielte sich in den ersten fünf Minuten drei Torchancen. Doch einmal mehr waren es die Zürcher, die gegen Basel besonders effizient zu spielen scheinen. Davide Mariani hatte in der 7.Minute den ersten richtigen Vorstoss über die Mittellinie mit dem 0:1 abgeschlossen.

Der FCB liess sich zwar vom frühen Rückstand nicht nervös machen, konnte seine Chancenserie aber nicht fortsetzen. Erst in der 31. Minute kam die Heimelf wieder gefährlich vors Tor: Thibault Corbaz fand zwischen den Zürcher Innenverteidigern die Lücke und lancierte Stjepan Vuleta, der den Ball an Goalie Yannick Brecher zum Ausgleich vorbeischob.

Danach tat sich nicht mehr viel, alle rechneten mit dem 1:1 als Pausenstand. Doch der spanische Schiedsrichter Juan Martinez Munuera, der im Rahmen eines Fifa-Austauschprogramms die Partie leitete, liess ohne erkennbaren Grund zwei Minuten nachspielen. In der ersten davon brachte Mike Kleiber Roman Buess im Sechzehner zu Fall und Marko Bicvic verwertete den fälligen Penalty zur Pausenführung.

Basler Dominanz in Hälfte zwei

Nach dem Seitenwechsel starten die Basler genauso engagiert wie zu Beginn, mit dem Unterschied, dass sie dieses Mal die erste Tormöglichkeit nutzten. Einen kurz gespielten Corner zirkelte Corbaz auf den Kopf von Simon Grether, der zum 3:1 einnickte. Die Basler Dominanz hielt weiter an und warf einige Grosschancen ab, doch die endgültige Entscheidung fiel erst in der 66.Minute. Roman Buess, der nach Marko Bicvic die meisten Enttäuschungen gegen die Zürcher Clubs miterlebt hatte, narrte Gegenspieler Fabio Schmid mit einem Übersteiger und wuchtete den Ball von der Strafraumgrenze aus zum 4:1-Endstand ins Lattenkreuz.

Wie die Fans war hinterher auch FCB-U21-Trainer Carlos Bernegger bester Laune. «Wir waren technisch und organisatorisch überlegen und haben deshalb verdient gewonnen. Selbst nach dem 0:1, das gegen den Spielverlauf gefallen war, sind wir geduldig geblieben und versuchten weiter, spielerisch zum Erfolg zu kommen», lautete seine Matchanalyse. Der «Zürich-Komplex» sei aber im Vorfeld kein Thema gewesen, versicherte Bernegger und ergänzte: «Es war einfach Zeit für einen Sieg!»

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