«Immerhin haben wir unseren dritten Platz in der Weltrangliste behalten», sagt Max Heinzer nach dem enttäuschenden Start zur Olympia-Qualifikation in Paris. Das Quartett mit Max Heinzer, Fabian Kauter, Benjamin Steffen und Peer Borsky scheiterte als Titelverteidiger bereits in den Sechzehntelfinals an den als Nummer 16 gesetzt gewesenen Polen mit 42:45. «Wir haben uns das natürlich ganz anders vorgestellt», sagt Heinzer danach.

Man müsse aber auch festhalten, «dass Polen wirklich gut gefochten hat.» Dass man den dritten Rang in der Weltrangliste halten konnte, sei «sehr wichtig». Auch im Einzel konnten die Schweizer nicht überzeugen. Der in Immensee wohnhafte Heinzer musste sich am Ende mit Platz 34 zufriedengeben. «Beim Einzelwettkampf habe ich viel zu defensiv gefochten», resümiert Heinzer. «Ich muss mich auf alte Stärken besinnen.»

Olympiaqualifikation in Montreux

Und das besser heute als morgen, denn in einem Monat starten die Europameisterschaften in Montreux. Der Schweizer Teamleader lässt sich von den jüngsten Ergebnissen allerdings nicht beunruhigen. «Vielleicht kommt dieser Dämpfer zur richtigen Zeit», meint Heinzer hoffnungsvoll. Es gelte, nun im mentalen Bereich zu arbeiten und das Selbstvertrauen wieder aufzubauen.

An der Heim-EM verfolgt Heinzer schliesslich grosse Ziele. Mit einem Medaillenrang im Teamwettkampf würde sich das Schweizer Quartett vorzeitig für die Olympischen Spiele 2016 in Rio qualifizieren. Aber auch im Einzel will Heinzer auftrumpfen. «Ich habe bereits dreimal Bronze gewonnen, klar will ich jetzt einen Schritt weiter gehen», sagt Heinzer. Es sei ihm aber klar, dass es zehn weitere Fechter gebe, die ebenfalls den EM-Titel anstreben. «Alles ist möglich», sagt er abschliessend.