Zum fünften Mal in Folge lief die Kenianerin Jane Muia in Basel als Erste über die Ziellinie. Topleistungen mit einer solchen Erfolgsquote können in der Geschichte des Basler Stadtlaufs nur zwei weitere Frauen vorzuweisen: Cornelia Bürki als Fünffachsiegerin zwischen 1984 und 1988 sowie Leah Malot, die Siegerin von 1996 bis 2000 sowie – und damit weist sie gegenüber Muia einen zusätzlichen Sieg auf – von 2002. «Toll, dass das Gewinnspiel stets aufgegangen ist», strahlte die kleine Frau.

Und auch für die Schweizerinnen resultierte ein Podestplatz. Überraschend ging dieser an Sabine Fischer. Die Stadtlaufsiegerin von 2007 und 2008 lief nach zwei Jahren Unterbruch erneut aufs Podest und realisierte mit ihrem dritten Rang ein Erfolgsergebnis, das sie sich selber «nicht zugetraut hatte». Offensiv lief sie mit der Spitze mit – trotz Trainingsrückstand wegen ihres vollen Arbeitspensums im Monat November und vorübergehend zurückgestuften Trainingsumfanges. «Wohl hat mich die Perspektive zur Rückkehr zum gewohnten Sport-/Arbeitsverhältnis beflügelt», mutmasste sie.

Geschlagen geben musste sich Nicola Spirig. Doch sie nahm es gelassen: «Ich zeigte ein gutes Rennen, aber mit Sabine ist eben immer zu rechnen.» Schliesslich verlor sie auf den 5,5 km 13 Sekunden. Und dieser unerwartete Ausgang an der Spitze führte zu einer spannenden Konstellation im Kampf um den Post-Cup 2013. Im Zwischenklassement vor dem letzten Rennen, dem Zürcher Silvesterlauf in zwei Wochen, führt Spirig noch immer, nun aber lediglich noch zwei Punkte vor Fischer.

Eine Serie begonnen hat bei den Männern auch Tadesse Abraham: Der in Genf lebende Eritreer siegte zum dritten Mal in Folge. Einzig Pierre Delèze, Sieger bei den ersten fünf Austragungen in Basel von 1983 bis 1987, trumpfte noch grösser auf. Abraham hat einen überdurchschnittlichen Status erreicht. Nicht nur an den Strassen- und Stadtläufen trumpft er mit erstklassigen Ergebnissen auf.

Vor allem im Marathon verfügt er über ein erstklassiges Niveau. Als diesjähriger Sieger des Zürich Marathon unterbot er mit 2:07:44 Stunden nicht nur den alten Streckenrekord von Viktor Röthlin, vielmehr verpasste er die persönliche Bestzeit des Europameisters von 2010 von Barcelona lediglich um 20 Sekunden. Als bester Schweizer klassierte sich wie in Bulle Mario Bächtiger auf Platz 5.