Eishockey
Die Sharks bezwingen ihren Lieblingsgegner erneut

Der EHC Basel holt den dritten Sieg in Folge und gewinnt erstmals seit sechs Wochen ein Heimspiel – 4:2 gegen Langentha

Martin Merk
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Treffsichere Basler: Marco Müller erzielt das zweite Tor.Juri Junkov

Treffsichere Basler: Marco Müller erzielt das zweite Tor.Juri Junkov

Juri Junkov / Fotograf

Wie schon am Dienstag in Visp waren die Vorzeichen für die Basler nicht rosig. Mit dem Kanadier Brandon Buck fehlte erneut der beste Center und wegen einer Hirnerschütterung droht er länger auszufallen. Seine Kreativität und Explosivität fehlte zwar über weite Strecken, doch gegen einen in der Krise steckenden SC Langenthal gewannen die Basler auch ohne hin. Den Unterschied machte das Powerplay. Bislang waren die Basler mit einer Erfolgsquote von 19 Prozent das drittgefährlichste Team der Liga in Überzahl. Gegen Langenthal betrug die Quote nach zwei Dritteln 100 Prozent. Am Schluss gab es aus vier Überzahlspielen drei Treffer für die Basler.

Der Sieg war erfreulich für die Tabellenlage. Der Vorsprung auf den Sechsten La Chaux-de-Fonds ist auf vier Punkte angewachsen, der Rückstand zum Vierten Red Ice Martigny schrumpfte auf sieben Punkte. Erfreulich war der Erfolg aber auch deshalb, das Stammpublikum in der St. Jakob-Arena zu vergrössern, schliesslich lag der letzte Heimsieg weit zurück –am 12. Dezember gegen die SCL Tigers. Es folgten fünf Heimniederlagen und dazwischen auch fünf Auswärtssiege. Dass nun wieder eine Mannschaft aus dem Kanton Bern nach Basel reiste, schien den Baslern entgegen zu kommen, zumal der SC Langenthal schlecht ins neue Jahr gestartet ist und nun zum vierten Mal in Folge verlor. Es war auch der dritte Basler Sieg in Folge in den Direktbegegnungen zwischen den Teams. Eric Arnold brachte die Basler in der 9. Minute mit einem Vorhandschuss unter die Latte in Führung, doch sieben Minuten später glich der ehemalige EHC-Verteidiger Hans Pienitz für Langenthal aus und Brent Kelly nutzte zu Beginn des Mitteldrittels Verwirrung in der Basler Hintermannschaft aus. Drei Basler Treffer wendeten das Spiel aber zugunsten des Heimteams.

Marco Müller sorgte in der 28. Minute mit dem zweiten Überzahltreffer für den Ausgleich. Danach entluden sich die Emotionen in der neutralen Zone, als ein Bandencheck Jeffrey Füglisters zu einer Schlägerei führte. Füglister und Marco Vogt mussten unter die Dusche, die Basler erhielten ein Powerplay und liessen auch diese Strafe nicht ungesühnt. Nach einigen Versuchen vor dem Tor kam Marvin Frunz in der 38. Minute zum Abschluss und brachte die Basler wieder in Führung. Nach fünf Minuten im Schlussdrittel erhöhte Dan Weisskopf mit einem Schuss von der blauen Linie auf 4:2. Dabei blieb es trotz eines Langenthaler Sturmlaufs in den letzten zwei Minuten.

Für die Basler geht es am Dienstag auswärts gegen Olten weiter, bevor sie am Freitag den HC Ajoie in der St. Jakob-Arena empfangen.