Eishockey

Die Sharks kommen weiterhin nicht vom Fleck

Die Basel Sharks verlieren zwar auch gegen Olten, zeigen aber neue Tugenden, die das Team aus dem Loch führen sollen. Schwach war nur die Chancenauswertung.

«Man habe, meinte ein enttäuschter Kylie Greentree nach dem Spiel, «über den Kampf aus dem Loch finden wollen.» Das haben die Basel Sharks auch getan, in einer Art und Weise, die Trainer Dino Stecher einerseits freute, andererseits aber ziemlich ärgerte: «Wir haben uns an unseren Plan gehalten, aber wenn mal eine Baustelle geschlossen ist, geht eine neue auf.»

Nicht nur Stecher ortete «mehr Gutes als Schlechtes,» auch Verteidiger Louis Heinis, der nach einem geblockten Schuss kurz vor Ende des Mitteldrittels am Finger genäht werden musste, zeigte sich überzeugt, «dass wir uns an die Vorgaben des Trainers gehalten haben, dass wir mehr Checks ausgeteilt und ebenso wenige Fehler wie Olten begangen, mehr auf ihr Tor geschossen haben und eigentlich die bessere Mannschaft waren.» Frust pur - nicht nur bei Heinis, auch bei Stecher.rigoros bestraft

In der Tat begannen die Sharks diszipliniert, hielten die Summe aller individueller und mannschaftstaktischer Fehler erstaunlich tief, fanden - mit einer einzigen Ausnahme - die Balance zwischen offensivem Nachsetzen und defensiver Vorsicht, kurz: Es war das mit Abstand disziplinierteste Drittel der Basler in dieser Saison. Doch Olten nutzte den einzigen schwerwiegenden Puckverlust der Basler in der Offensivzone zu einem Konter und zu einem Tor.

Es passt zur aktuellen Situation der Basler, dass aus dem Führungstreffer das Game Winning Goal wurde. Denn einmal mehr trauerten die Basler den ausgelassenen Chancen nach. Über 30 Schüsse fanden Weg auf das Tor von Olten-Hüter Michael Tobler, doch über die Linie wollte keiner, auch nicht der Strafschuss, den Brandon Buck in der 46. Minute kläglich neben das Tor setzte.

Harmosloses Powerplay

Die Gründe für Basels erneute Niederlage liegen für einmal also nicht in der Defensive, in der die beiden Stürmer Marvin Frunz und Dario Gartmann anstelle von Sämi Kreis (spielte mit dem SC Bern) und Olivier Schäublin (verletzt) einen sauberen und effizienten Part spielten, sondern in der eklatanten Erfolglosigkeit in der Offensive. Nicht genügend war auch das viel zu harmlose Powerplay. Die Basler spielten es mit zwei Spielern vor dem Tor sehr aggressiv, aber zu statisch und ohne Überraschungsmomente. Auch die wenigen Distanzschüsse fanden den Weg ins Tor nicht, respektive es gab keine Ablenker und Abpraller.

Tief hat sich im Kopf festgesetzt

«Weiterkämpfen, das Gute mitnehmen, den Rest vergessen,» gibt Louis Heinis, eine der Vorkämpfer im Basler Team, den weiteren Weg vor. Und Dino Stecher sprach davon, den «Widerstand endgültig zu brechen und die Bequemlichkeit vergangener Tage ein für alle Mal abzulegen. Nur so kommen wir aus dem Tabellenkeller.» Das Tief habe sich im Kopf festgesetzt, «dagegen kann man etwas tun, denn nach ein paar Runden ist man im Kopf noch nicht müde.» Vielleicht kommt dem EHC Basel entgegen, dass das nächste Spiel ausgerechnet auswärts beim (ebenfalls) krisengeschüttelten Aufstiegsfavoriten SCL Tigers in Langnau stattfindet.

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