Die Basler mussten gestern gegen Visp ohne ihren Stammtorhüter Lorenzo Croce auskommen. Er leidet nach einem Check im letzten Spiel an Symptomen einer Hirnerschütterung, die näher untersucht werden. Für ihn kam Simon Pfister zu seinem ersten Volleinsatz.

Diese Premiere ging unerfreulich aus: 2:6. Dem letztlich klaren Resultat ging viel Kampf und Krampf voraus. Zur Spielhälfte stand es verdientermassen 2:2, bevor die Walliser gefährlicher wurden.

Die Gastgeber verpatzten den Start, als sie eine doppelte Überzahlsituation nicht zu nutzen vermochten. Wie schon am Samstag gegen Olten fehlte es an Kreativität, dazu gesellten sich Blackouts. Insbesondere der Kanadier Jamie Wright erwischte einen schwarzen Abend. In der 10. Minute sah es aber schon besser aus, die 1025 Fans konnten den ersten Heimtreffer der Saison bejubeln.

Stefan Voegele und Jonathan Roy entwischten in einer 2:1-Situation. Roy stürmte von rechts zum Tor und passte im richtigen Moment zu Captain Voegele, der nur noch einschieben musste. Dass es auch hätte anders gehen können, zeigte der EHC Visp wenige Minuten später. Die Gäste belagerten teilweise über lange Zeiträume die Zone des Gegners und liessen die Sharks schwimmen. Oft, zu oft, lag der Puck frei vor Pfister, doch auch die Walliser hatten mit Abschlussproblemen zu kämpfen. Kurz vor Ende des Mitteldrittels durften jedoch auch die Walliser in doppelter Überzahl spielen.

Nach 15 Sekunden und einigen Pässen traf Alexandre Tremblay zum Ausgleich und zu Beginn des Mitteldrittels lagen sich die Gäste wieder in den Armen, als ihr Topskorer Jeffrey Füglister sie mit 2:1 in Führung brachte.

Doch auch die Gäste konnten sich nicht lange über die Führung freuen. Bei einem schnellen Angriff lancierte Pascal Wittwer Voegele, der sich von der linken Seite durchtankte und Torhüter Matthias Schoder mit einer Täuschung erneut bezwang. Der zweite Treffer des Reinachers blieb aber sogleich der letzte Höhepunkt im Basler Spiel.

Die Visper spielten in der Folge mit dem höheren Tempo. In der 32. Minute erzielte Alain Brunold das richtungsweisende dritte Tor mittels Nachschuss nach einem Abpraller. Wenige Minuten später nutzte Michaël Loichat ein Powerplay zur 4:2-Führung. Etwas Hoffnungsschimmer kam zu Beginn des Schlussdrittels mit einem Basler Powerplay auf, doch die Sharks vergaben dieses. Sinnbildlich: Nach Ablauf dieser Strafe erzielte Visp zwei Tore innert 16 Sekunden und liess keinen Zweifel mehr über den Ausgang des Spiels aufkommen.