Eishockey

Die Sharks sind wieder auf dem Boden der Realität

Kyle Greentree sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Kyle Greentree sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Die Erfolgsserie der Basel Sharks ist zu Ende: Gegen den HC Thurgau unterlagen die Gäste mit 2:4. Die Mannschaftsleistung machte den Unterschied zwischen den Teams aus.

Die EHC Basel Sharks, die gegen Thurgau ohne den an der Schulter verletzten Verteidiger Louis Heinis antraten, enttäuschten gegen den HC Thurgau über weite Strecken. Gegen einen Gegner, der – allen Floskeln um die Ausgeglichenheit der Liga zu trotz – vom Spielermaterial her in den hinteren Tabellenregionen einzustufen ist. Während die Basler mit Einzelleistungen zu unterhalten vermochten, machten die Thurgauer technische Defizite mit einer geschlossenen Teamleistung wett.

Der Start sah gut aus

Der EHC Basel hatte zuvor während zwei Jahren jedes NLB-Spiel in Weinfelden gewonnen und zuletzt sieben Partien in Folge gegen Thurgau zu seinen Gunsten entscheiden. Auch diesmal starteten die Gäste nicht schlecht, nutzten ihre Möglichkeiten jedoch nicht und hatten Pech bei einem Lattenschuss von Pascal Wittwer. Der erste Treffer fiel, als der letztjährige Sharks-Verteidiger Rajan Sataric im ersten Thurgauer Powerplay vor dem Tor abzustauben vermochte.

Am Willen hat es nicht gefehlt

Nach weiteren verpatzten Möglichkeiten traf Kyle Greentree mit einem ansatzlosen Schuss aus dem Bullykreis zum Ausgleich; doch es sollte über längere Zeit das einzige Tor für sein Team bleiben. Zu Beginn des Mitteldrittels steigerten sich die Thurgauer und wurden in der 25. Minute mit dem 2:1 belohnt als Lars Neher vor dem Tor an den Puck kam und den Basler Torhüter Urban Leimbacher umspielte. Symbolisch für die Basler war die Szene nach 47 Minuten. Die Gäste verpassen es, im Powerplay für Gefahr zu sorgen. Eine Minute später baute Kevin Rohner mit einer Konterchance die Führung auf 3:1 aus. Wenig später nutzte Fadri Lemm den Freiraum nach einem Basler Spielerwechsel zum vierten Treffer für seine Mannschaft.

Mit einem Time-out versuchte der Sharks-Trainer Dino Stecher seinem Team nochmals Schub zu geben; doch für eine Aufholjagd hätte es eine markante Leistungssteigerung benötigt. Diese blieb indessen aus. Die Basler wirkten zu nervös, die Spieler wollten es zu gut machen und kreierten neben Chancen auch ärgerliche Puckverluste. Bis auf Eric Arnolds Anschlusstreffer schaute so nichts mehr heraus.

Wolf zu St. Moritz

Vor dem Spiel gab es Neuigkeiten zum Verteidiger Marc Wolf, der im Sommer innerhalb der National League B von Langenthal an den Rhein gekommen war; jedoch aus persönlichen Gründen um die Vertragsauflösung bat. Der 24-Jährige wird zukünftig für seinen Stammverein EHC St. Moritz in der 2. Liga spielen. Für die Basel Shark ihrerseits geht es am Samstag auswärts gegen Langenthal weiter. Am nächsten Dienstag empfangen die Basler dann in der St. Jakob-Arena (20:00) den HC Ajoie.

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