Die erste positive Überraschung war bereits am Vorabend bekannt geworden: Teamcap­tain Joël Fuchs konnte, trotz des vor zwei Wochen erlittenen Bänderrisses, mitmachen, stand – wie gewohnt – in der «Starting Five» und spielte gleich wieder 38 Minuten (durch).

Dass er punktemässig bescheiden blieb, kompensierte er mit sagenhaften acht Rebounds – davon vier in der Offensive, was der Bestwert innerhalb der Starwings war.

Auf eine flotte erste Halbzeit, in der die Baselbieter überlegt gespielt und sicher führ­ten, folgten 20 harzige Minuten. Lausanne, das als sehr wurfstarke Mannschaft (mit sehr guten Quoten von der Dreipunktelinie) gilt, kam immer näher und konnte schon in der 28. Minute fast den Gleichstand (50:49) herstellen.

Noch dramatischer wurde es im letzten Viertel, als in der 36. Minute von der Anzeigetafel ein 63:65 aufleuchtete. Es war eine Pha­se, in denen sich die (gar vielen) Fehlpässe mehrten und die Wurfquote (zwei von 15 bei den Dreiern) schwächer und schwächer wurde. Aber in Reihen der «Wings» standen drei Akteure, welche noch eine Spur besser als ihre Antipoden waren. Chris Jones und Darell Vinson punkteten, während Björn Schoo (35) von der Freiwurflinie elf von zwölf Würfen in den Korb setzte.

Da kam die ganze Routine und Nervenstärke des 213 Zentimeter grossen Deutschen zum Vorschein. Daneben sicherte sich der «Oldie» (but Goldie) noch neun Defensivrebounds.

Vinson war wieder mal der «Mister Double-Double» (zehn Rebounds, wenn auch nur einer in der Offensive), während Jones in der Endphase jeden Angriff führte und der Equipe Sicherheit verlieh.

Mit diesem (erneuten) Sie gegen Lausanne konnten die Starwings ihren aktuellen 4. Ta­bellenplatz behalten. Lange auf den Lorbeeren können sie sich nicht ausruhen. Bereits am Sonntagnachmittag um 16.00 Uhr spielen sie das prestigeträchtige Derby in Luzern.

Central, anfangs Saison die Übermannschaft, ist wieder auf den Boden der Realitäten zu­rückgekehrt, doch zumindest zuhause sind die Innerschweizer weiterhin eine Macht. Und haben nur einmal, gegen Leader Monthey, verloren. Wollen die Birstaler erneut siegen, wird es eine nochmals einer Leistungssteigerung bedürfen. Und weniger Ballverlüste, eine bessere Wurfquote und auch mehr Punktebeitrag der Schweizer Akteure.