Basketball
Die Starwings erkämpfen sich mit einiger Mühe Arbeitssieg

Die Starwings gewinnen gegen Nyon mit 80:71. Es war keine Offenbarung, was die Baselbieter Basketballer und Waadtländer boten. Am Einsatzwillen fehlte es nicht, doch zu viele Akteure verrieten Defizite.

Georges Küng
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Brandon Jenkins fliegt für die Starwings zum Korb.

Brandon Jenkins fliegt für die Starwings zum Korb.

Kenneth Nars

Die ersten zehn Spielminuten waren, aus Starwings-Sicht, schlichtweg ungeniessbar. Auch das zweite Viertel war nur unwesentlich besser, auch wenn es dem Arlesheimer-Birsfelder Kombinat gelang, mit einer knappen Führung in die Pause zu gehen. Grund war, dass das Schlusslicht Nyon im Angriff eine miserable Trefferquote aufwies.

Anthony McCrory wieder verletzt

Die zweite Halbzeit entschädigte die treusten der treuen Anhänger für ihr Kommen. Man sah einige spektakuläre Körbe von Jaraun Burrows; vor allem seine Flugeinlagen mit abschliessenden Dunkings wurden frenetisch beklatscht. Und weil Miroslav Petkovic in der Endphase endlich zu skoren begann, zeichnete sich der Erfolg der Gastgeber ab der 32. Minute ab. Es war zwar der Moment, als Anthony McCrory mit einer Verletzung ausschied. Der 35-jährige Routinier hatte erstmals seit fast zwei Monaten wieder gespielt und war dank seiner Erfahrung ein Aktivposten im Spiel der Starwings.

Bei diesen fehlte kurzfristig Cheftrainer Danijel Eric, der wegen eines familiären Todesfalles in Kroatien weilte. Sein Assistent Roland Pavloski führte die Equipe ruhig und überlegt, wobei der Birsfelder mehrmals Grund gehabt hätte, sich die Haare zu raufen. Denn vor allem im Spiel unter den Körben waren die Starwings nicht in der Lage, Kramer Knutson (USA) und den früheren U20-Internationalen Xavier Paredes zu stoppen.

Es ehrt die Starwings, wenn sie ohne ausländischen Center in der Nationalliga A mitspielen. Bei keinem anderen Team der höchsten Spielklasse erhalten die Schweizer Spieler derart viele Einsatzminuten und tragen Verantwortung. Burrows und Brandon Jenkins sind die Begleiter von Petkovic, Joël Fuchs, Niels Matter, Roman Albrecht und Reto Schwaiger. In den anderen Teams sind die nationalen Akteure das «notwendige Übel», um das ausländische Quartett oder Quintett zu komplettieren.

Gegen die Grossen fehlt die Klasse

Weil Boncourt sein Heimspiel gegen Fribourg Olympic verlor, werden die Unterbaselbieter das Qualifikationsprogramm (24 Runden) auf dem hervorragenden sechsten Platz abschliessen. Allen Widerwärtigkeiten zum Trotz. Dass sie in den Playoffs einen der Grossen (der Rivale wird entweder Genf, Monthey oder Fribourg sein) ärgern können, ist nicht anzunehmen. Dazu fehlt schlicht und einfach die Klasse.

Am Sonntag, gegen SAM Massagno, werden die Schweizer Spieler (da McCrory wieder ausfällt) noch mehr Verantwortung tragen müssen. Es ist zu hoffen, dass sie weniger lethargisch auftreten und das Zonenspiel entschlossener angehen.