Basketball

Die Starwings gewinnen das Derby gegen Swiss Central

Ilija Vranic, mit der Nummer 31, war der beste Birsfelder.

Ilija Vranic, mit der Nummer 31, war der beste Birsfelder.

Im Deutschschweizer Basketball-Derby setzten sich die «Wings» deutlich mit 84:60 durch. Zudem gab US-Center Omar Sherman bereits seinen Einstand, obwohl er erst am Freitagabend aus Texas in Birsfelden eintraf.

Die Hierarchie im beschaulichen alemannischen Basketball bleibt gewahrt. Nachdem die Starwings bereits die erste Saisonpartie in der Innerschweiz gewonnen hatten (74:66), setzten sie sich auch im zweiten Vergleich souverän durch. Das Publikum kam in den Genuss einer rassigen und unterhaltsamen Partie.

Dass die Wings bereits nach dem ersten Drittel klar führten, hatte primär drei Gründe: Ilija Vranic, Joël Fuchs und Nemanja Calasan. Vranic rechtfertigte seine Nomination für das Stammquintett vollauf. Der Zürcher mit serbischen Wurzeln - im letzten Jahr beim Nationalliga-B-Letzten Küsnacht-Erlenbach tätig - darf als Trouvaille bezeichnet werden. «Der Unterschied zwi­schen Nationalliga B und A ist schon gewaltig. Ich habe mich bei den Starwings aber gut eingelegt, wir trainieren hart und ich fühle mich in Form», so der 21-jährige Zweimeter-Mann, der zurecht zum besten Starwings-Akteur gewählt wurde. Routinier Joël Fuchs glänzte wiederum mit einer überragenden Wurfquote. Ein sicherer Wert war auch Nemanja Calasan. Der 35-jährige Oldie zelebrierte mit Youngs­ter Vranic ein geniales Zusammenspiel.

Payne explodierte innerhalb von vier Minuten

Lange Zeit blieb hingegen Starwings- und Liga-Topskorer JaCori Payne diskret. Da seine Durchbrüche zum Korb ausblieben, beschränkte er sich darauf, der Mannschaft ein umsichtiger Spielmacher zu sein. Im dritten Viertel verlor Luzern jedoch gleich seine beiden Topspieler. Während sich Ricky Price verletzte, wurde Laurynas Saménas wegen zweier technischer Fouls vom Spielgeschehen ausgeschlossen. Die Folge: Payne verkam zu der Punktemaschine, die ihn für die "Wings" so wertvoll macht. Innert knapp vier Minuten erzielte er 15 Punkte. Gegen seine Schnelligkeit und Virtuosität waren die Gäste hilflos überfordert.

Am Freitagabend war Nezuzgang Omar Sherman aus Texas in Birsfelden eingetroffen, am Sonntag stand er bereits im Einsatz. Der neue US-Center der «Wings» ist athletisch und hat Center-Bewegungen, ist aber weder austrainiert noch vertraut mit den Spielsystemen seiner neuen Mitspieler. Eine schlüssige Beurteilung lässt der Einstand des US-Amerikaners zwar noch nicht zu. Dennoch: Mit Sherman verfügen die Birsfelder neu über einen Brocken, der die Bretter dominieren kann. «Wunder wird er keine vollbringen, aber er wird uns sehr helfen können», ist sich Starwings-Trainer Dragen Andrejevic sicher.

Mit dem Sieg bleiben die Chancen für die Starwings auf eine Playoff-Qualifikation intakt. Sie befinden sich zwar nur auf dem zehnten Tabellenrang, verfügen aber über den gleichen Punktestand wie die achtplatzierten Tigers aus Lugano.

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