Basketball
Die Starwings haben verloren – und doch einiges gewonnen

Trotz der zuletzt klaren 68:87-Auswärtsniederlage beim Leader Fribourg Olympic hatten die Starwings einen guten Auftritt und scheinen für das sonntägliche Schlüsselspiel gegen den Aufsteiger Central Luzern (16 Uhr; Birsfelden) gut gerüstet zu sein.

Georges Küng
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Branislav Kostic (rechts, hier gegen Derek Steven Wright JR) leistete gegen Freiburg beeindruckende Arbeit.

Branislav Kostic (rechts, hier gegen Derek Steven Wright JR) leistete gegen Freiburg beeindruckende Arbeit.

Cyril Zingaro

Dass Fribourg seine Tabellenführung gegen die Starwings nicht verlieren würde, war vor Anpfiff klar. «Natürlich wollen wir gegen Olympic couragiert auftreten, doch die wichtigere Partie findet für uns am Sonntagnachmittag zuhause gegen Swiss Central statt», hatte Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski bereits im Vorfeld der freitäglichen Partie erklärt.

Dass der Schweizer Rekordmeister und Renommierklub schlechthin über (viel) mehr Mittel und demzufolge über (ganz) viel mehr Substanz verfügt, ist auch keine neue Geschichte. Neu war aber, und das ist aus Baselbieter Sicht erfreulich, dass gerade die Schweizer Spieler viele Akzente zu setzen wussten.

Brillanter Kostic

Namentlich Branislav Kostic (21), ein Eigengewächs des CVJM Birsfelden, der zu Beginn der letzten Saison 2014/15 zu Fribourg Olympic gewechselt hatte, zeigte eine bravouröse Leistung. Und stellte den eigentlichen Spielmacher, den US-Profi Lorenza Ross, in den Schatten. Dieser ist jedoch weiterhin stark angeschlagen und wurde von Trainer Pavloski, zurecht, nicht forciert.

Dass Kostic, zusammen mit Topskorer Murphy Burnatowski, bester Punktesammler für das Birstaler Kombinat war, ist höchst erfreulich und zeigt, dass der frühere U20-Nationalspieler zu einem soliden Nationalliga-A-Spieler heranreift.

Weil die Frage nach dem Gewinner zu keinem Zeitpunkt aktuell war, konnten sowohl Fribourg-Trainer Petar Aleksic (zugleich auch Nationalacoach) wie sein Antipode Pavloski, alle 20 Akteure einsetzen.

Triple-Double für Wright

Will man in dieser kurzweiligen, unterhaltsamen Partie noch etwas Spezielles hervorheben, so sicher das prestigeträchtige «Triple-Double» von Fribourg-Spielmacher Derek Wright. Der Amerikaner erzielte 15 Punkte, gab elf Assists und liess sich zehn Rebounds notieren. Beeindruckende Zahlen für eine Spielzeit von knapp 31 Minuten.

Morgen Sonntag kommt es zum Deutschschweizer Prestige-Derby der «Sternenflügel» gegen den Aufsteiger Luzern. Das Hinspiel in der Innerschweiz hatten die Unterbaselbieter am 7. November mit 86:68 für sich entschieden.

Mit einem allfälligen Sieg würden sie nicht nur ihren 6. Rang bestätigen, sondern den kecken Neuling auch entscheidend in der Tabelle distanzieren und sich somit der Playoff-Qualifikation bereits ein grosses Stück näher kommen. In diesem Vergleich wird nicht nur das Profi-Trio, sondern auch Captain Joël Fuchs und die in Fribourg gut aufspielenden Nachwuchsakteure (neben Kostic auch U20-Nationalspieler Alessandro Verga, der Aargauer Philipp Sager und Nachwuchshoffnung Angelo Malisanovic) gefordert sein.

Matchtelegramm

Fribourg Olympic – Starwings 87:68 (43:35)

Salle Saint-Léonard. – 535 Zuschauer. – SR: Michaelides/Tagliabue/Pillet.

Fribourg: Wright (15), Kovac (10), Miljanic (11), Cotture (11), Williamson (16); Kazadi (6), Molteni (2), Fongué, (14), Leemans (2), Damjanovic.

Starwings: Ross (2), Fuchs (8), Burnatowski (18), Sager (3), Upson (6); Kostic (18), Verga (8), Lutz, Malisanovic (5), Wachsmuth.

Bemerkungen: Fribourg ohne Jurkowitz, M’Bala und Monteiro (alle verletzt). – Starwings ohne Duspara und Matter (beide verletzt). – Viertelsresultate: 18:13, 25:22 (43:35); 13:10 (56:45) und 31:23 (87:68). – Fouls: Fribourg 18, Starwings 13.

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