Basketball
Die Starwings verlieren zum Saisonauftakt deutlich gegen Lugano

Zum Saisonauftakt verlieren die Starwings in Lugano deutlich mit 73:95. Gegen ein solid aufspielendes Lugano, das – im Gegensatz zum Baselbieter Kombi­nat – eine problemlose Vorbereitungsphase durchlaufen hat, waren die „Wings“ ab der 5. Spielminute chancenlos.

Georges Küng
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Auston Calhoun zeigte sein Skorerpotenzial.

Auston Calhoun zeigte sein Skorerpotenzial.

bz

Was bis zur 5. Minute nach einem spannenden Match auf Augenhöhe aussah, verkam bis zur Pause zu einer – zumindest punktemässigen – einseigen Angelegenheit. Und dies hat­te primär zwei Gründe. Starwings-Spielmacher Justin Mitchell (24), der sein erstes Profi­spiel überhaupt bestritt, war „neben den Schuhen“, wenn man dies salopp ausdrücken darf. Der durchaus talentierte, ballgewandte und flinke Aufbauer musste erkennen, dass europäisches Basket ein wenig anders als das „wilde“ College-Basketball ist.

Und weil dem Gast nur drei Profispieler zur Verfügung standen, konnte Cheftrainer Roland Pavloski nicht rotieren und war in seinem Handlungsspielraum eingeschränkt. Auch die beiden Neuzuzüger Sébastien Davet (willig, aber unkoordiniert in seinen Aktionen) und Jarrell Hollimon, der in nur neun Minuten fünf Fouls beging, mussten erkennen, dass ein Meister­schaftsspiel eine andere Dimension als (harmlose) Testpartien hat.

Dieser 4. Mann wäre eigentlich ein gewisser Jamal Aytes gewesen, doch der Zweimeter-Mann ist, aus privaten und gesundheitlichen Gründen, wieder in die Staaten zurückge­kehrt. Aber es wird vonnöten sein, dass die Unterbaselbieter auf dieser Position 4 einen Mann finden, der die Bretter mitbeherrscht. Hier hatte Lugano, mit seinem Center Nolan Berry (24, 208cm) und dem 213 Zentimeter langen Alex Wilbourn (ein Schweizer, der in den USA ausgebildet wurde) eklatante Vorteile.

27 Punkte auf „einem Fuss“...

Und weil Auston Calhoun sich mit meiner schmerzhaften Fussentzündung über die 40 Mi­nuten quälte (und doch 27 Punkte erzielte, was sein ungeheures Skorerpotenzial unter­streicht), waren die Starwings schnell auf verlorenem Posten. Immerhin konnten sie die zweiten 20 Minuten punktemässig ausgeglichen gestalten – im Wissen, dass Lugano nur noch den komfortablen Vorsprung verwalten musste und mit seinem starken 10-Mann-Ka­der fleissig rotierte.

In einer Woche gastiert das massiv verstärkte Riviera Vevey (der Klub von NBA-Spieler Thabo Sefolosha) in der Sporthalle Birsfelden. Die Viviser fertigten SAM Massagno mit 20 Punkten ab – und man muss kein Prophet sein, um zu behaupten, dass auch gegen die Waadtländer die Baselbieter Körbe sehr hoch hängen werden. Vor allem, wenn kein „Fels“ unter den Körben gefunden wird und Spielmacher Mitchell nicht erkennt, dass er die Equipe führen und lenken muss (und nicht wild das 1 gegen 1 forcieren, das in Lugano nie zum Korberfolg führte.

Telegramm

BC Lugano – Starwings 95:73 (51:31)

Istituto Elvetico. - 220 Zuschauer. - SR: Herbert/Tagliabue/Gonçalves.

Lugano: Pollard (15), Stevanovic (13), Green (23), Wilbourn (9), Berry (19); Bracelli (4), Affolter (8), Mussongo (4), Cavadini, Lukic; Barone, Medolago.

Starwings: Mitchell (3), Kostic (13), Fuchs (5), Calhoun (27), Calasan (14); Herrmann (8), Davet, Hollimon (3); Streich.

Bemerkungen: Lugano komplett. - Starwings ohne Verga (rekonvaleszent) und US-Profi Aytes (in­disponiert respektive in die USA zurückgereist). - Mit fünf Fouls ausgeschieden: 32. Hollimon. - Fouls: Lugano 8, Star­wings 19. - Vier­telsresultate: 27:19, 24:12 (51:31); 25:21 (76:52) und 19:21 (95:73).

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