Basketball

Die Starwings verpassen gegen das einst grosse Lugano die Sensation nur knapp

Antonio Hester von den Starwings, links, im Zweikampf gegen Luganos Fernando Mussongo, rechts, waehrend des Spiels der Swiss Basketball League zwischen den Starwings Basket Regio Basel und den Lugano Tigers in der Sporthalle in Birsfelden, am Sonntag, 16. Dezember 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Die Duelle zwischen den Starwings und Lugano waren früher jeweils eine klare Angelegenheit zugunsten der Tessiner. Nun spielen die Teams beinahe auf Augenhöhe. (Archivbild)

Antonio Hester von den Starwings, links, im Zweikampf gegen Luganos Fernando Mussongo, rechts, waehrend des Spiels der Swiss Basketball League zwischen den Starwings Basket Regio Basel und den Lugano Tigers in der Sporthalle in Birsfelden, am Sonntag, 16. Dezember 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Der ex-Meister aus Lugano kam im 6. Meisterschaftsspiel zum ersten Saisonerfolg, wobei die Baselbieter in der Südschweiz während 36 Minuten eine superbe Leistung boten, letztlich aber förmlich einbrachen und eine logische Niederlage kassierten.

Es gab Zeiten (und die liegen nicht lange zurück), da verlor Lugano maximal zwei Matches in der gesamten Saison. Diese Zeiten des «Grande Lugano» sind tempi passati. Heuer sind die «Tigers», wie sie sich nennen, längst nicht mehr hochgiftig für den Rivalen, aber sie haben noch immer eine spezielle Aura.

Das sind vier Profi-Ausländer und einen Mann namens Marco Portannese (30, 192cm), der Schweiz-Italiener ist und viele Jahre in der Serie A ge­spielt hat. Dieser smarte Techniker mit einem guten (Distanz-)Wurf hat in Italien keine Bäu­me ausgerissen, aber gegen die Wings war er der Matchwinner.

Gute Leistung wurde nicht honoriert

Die Gäste aus Birsfelden spielten ein supebes 1. Viertel. Sie gerieten auch in den zweiten zehn Minuten nicht in Rückstand, aber man spürte, dass Lugano immer gefährlicher wurde. Natürlich, wer als 6. Mann einen hochkarätigen Profi namens Tristan Carey (USA, 28, 191cm) bringen kann, ist halt schon noch ein wenig «grande». Dieser spielte in höheren europäischen Ligen (Bulgarien, Russland) und warf vor zwei Jahren im europäischen FI­BA-Cup (für die Bulgaren aus Samokov) elf Punkte im Schnitt.

Die Antwort von Starwings-Cheftrainer Dragan Andrijevic auf Carey heisst Jason Schneider, der 18 Jahre alt ist, noch zur Schule geht und nach seinem guten Auftritt gegen die Lions aus Genf als 6. Mann aufs Parkett durfte. Es mag ein starkes Zeichen für die Zukunft sein; für die Zukunft würde man sich, aus Wings-Sicht jedoch eine andere, erfahrenere personelle Möglichkeit wünschen. Aber die gibt es derzeit leider nicht.

Nach 34 Minuten stand es trotzdem 72:80 für die Birsfelder – und man hatte das Gefühl, dass den Starwings ein Hu­sarenstück gelingen könnte. Aber als Joël Fuchs, lange mit vier Fouls belastet und für die heissen Endminuten aufs Feld beordert, sein 5. Foul beging, war dies der Anfang vom Ende. Aus einem 72:80 wurde innert drei Minuten ein 88:80. Am ende hiess es auf der Anzeigetafel 90:83 für die Luganesi.

Ohne den 6. starken Mann wird es schwer

Moralisch haben die Starwings gewonnen. Der Sieg der Luganesi mag die eh schon stra­pazierten Nerven des langjährigen Dominators ein wenig beruhigen. Zu erwarten ist, dass Lugano weiter aufrüsten wird (man sucht US-Schweizer und noch bessere ausländische Profis).

Die Starwings haben nun zwei Heimspiele gegen Boncourt und Nyon, die eigent­lich in Reichweite liegen müssten. Aber sowohl Jurassier wie Waadtländer haben etwas, das die Unterbaselbieter nicht haben. Ihr 6. Mann ist ein hochkarätiger US-Profi, der den Unterschied ausmachen kann. Womit sich die Spielberichte in etwa gleichen dürften in den nächsten Wochen und Monaten.

Lugano Tigers – Starwings Basket Regio Basel 90:83 (42:42)

Istituto Elvetico. - 300 Zuschauer. - SR: Pillet/Curty/Chalbi.

Lugano: Porter (21), Stevanovic (6), Portannese (24), Williams (21), Camara (8); Carey (10), Mus­songo, Bracelli; Kovac, Lu­kic, Medolago, Smith.

Starwings: Payne (22), Kostic (6), Fuchs (11), Calasan (17), Chuha (18); Schneider, Vranic (3), Blaser (6); Christman, Pausa, Pavlovic, Streich,

Bemerkungen: Beide Teams komplett. - Viertelsresultate: 15:19, 27:23 (42:42); 23:25 (65:68) und 25:16 (90:83). - Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Fuchs. - Fouls: Lugano 15, Starwings 18.

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