Während Babic und Hess erstmals in der Schweiz spielen werden, kennt Calasan die Na­tionalliga A bestens. Der Serbe spielte während zweier Spielzeiten für den Rekordmeister und Renommierklub Fribourg Olympic und in zwei weiteren Etappen – und während der  letzten Spielzeit – für den BC Boncourt. 

Der Serbe, mit montenegrischen Wurzeln, wurde basketballerisch und studienmässig in den USA ausgebildet und gewann mit Purdue im Jahre 2009 die College-Meisterschaft in der NCAA 1. Es folgten erste Profi-Erfahrun­gen in Europa – angefangen in Griechenland, danach in Rumänien und zuletzt in Frankreich. 

Auch ein «Mister Double-Double»

«Nemanja Calasan garantiert für Stabilität und ist reboundstark. Dazu verfügt er über einen guten Wurf – auch aus der Distanz», erklärt Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski. In der Tat ist er wie sein Vorgänger Darell Vinson (USA) ein «Mister Double-Double» - im letzten Championnat waren Vinson und Calasan die besten Rebounder der gesamten Nationalli­ga A gewesen. Der neue Star­wings-Center ist jedoch ein wesentlich besserer, vor allem konstante­rer Skorer als es der Amerikander war. 

«Nemanja Calasan garantiert für Stabilität und ist reboundstark. Dazu verfügt er über einen guten Wurf – auch aus der Distanz», erklärt Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski.

«Nemanja Calasan garantiert für Stabilität und ist reboundstark. Dazu verfügt er über einen guten Wurf – auch aus der Distanz», erklärt Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski.

Damit hat das Birstaler Kombinat die beiden Schlüsselpositionen (Aufbauer und Center) mit Routiniers aus dem Balkan besetzt. Und im Gegensatz zu den meisten Rivalen, wel­che ein US-Quartett verpflichten, gehen die Unterbaselbieter mit einem Kroaten, Deut­schen (Björn Schoo hat den Vertrag allerdings noch nicht unterzeichnet), Serben und dem US-Flügel A.J. Hess in die neue Saison 2017/18. 

Harzige «Verhandlungen»

Mit Alexis Herrmann und Alessandro Verga sind zwei weitere Akteure unter Vertrag. Zäh verlaufen die «Verhandlungen» mit dem langjährigen Teamcaptain Joël Fuchs, der sich schwer tut, den neuen Vertrag zu unterzeichnen. «Verhandlungen kann man nicht sagen – die Finanzmittel zwingen uns, überall und bei allen weiter zu sparen», so Trainer Pavloski und die Klubleitung bestimmt. Auch Philipp Sager hat den neuen Kontrakt nocht nicht un­terzeichnet, beim Aargauer sind es jedoch mehr Studien- denn Finanzgründe, die den Fast-Zweimetermann überlegen lassen. 

Beiden sei jedoch verraten, dass Gespräche mit möglichen Alternativen geführt werden – in Birsfelden zeichnet sich der Zuzug eines Talentes aus dem Jura ab. «Allerdings bleiben wir unserer Linie treu, dass wir keine Schweizer Profispieler unterhalten. Ein Engagement bei den Starwings ist immer mit Aus- und/oder Weiterbildung, Studium oder Teilzeit-Job verbunden», so die Klubverantwortlichen. Selbst Nemanja Calasan wird in Basel ein Mas­terstudium in Angriff nehmen und sich als Trainer und Coach der U17-Interjunioren enga­gieren.