Basketball
Die Starwings zeigen gegen Fribourg Olympic eine deutliche Leistungssteigerung

Die Starwings verlieren ein Testspiel beim Schweizer Meister Fribourg Olympic mit 64:74 (31:41).

Georges Küng
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Starwings-Center Darell Vinson könnte unter den Körben noch gut einen (starken) Mitspieler brauchen.

Starwings-Center Darell Vinson könnte unter den Körben noch gut einen (starken) Mitspieler brauchen.

Jordi Küng

Fünf Tage nach der ersten Testpartie, welche mit einer ernüchternden 57:71-Heimnieder­lage gegen den deutschen Regionalligisten Schwenningen geendet hatte, hatte das Birs­taler Kombinat in Freiburg einen wesentlich besseren Eindruck. Dass die Unterbaselbieter nach dem ersten Viertel klar mit 15:26 im Rückstand lagen, hing auch damit zusammen, dass „wir wegen des Freitagabend-Verkehrs und diverser Staus praktisch aus den Au­tos stiegen und spielen mussten“, so Starwings-Cheftrainer Roland Pavloski.

Von der 11. Minute an waren die „Wings“ dem Schweizer Meister skoremässig ebenbürtig, wobei Pavloski alle zwölf Akteure spielen liess. „Mir ist wichtig, dass ein jeder genügend Spielzeit erhält, das Resultat ist in dieser frühen Phase der Vorbereitung sekundär“, so der Birsfelder.

Einen sehr starken Eindruck hinterliess diesmal der neue „Wings“-Spielmacher Chris Jo­nes, welcher der Mannschaft ein würdiger Leader war. Der Amerikaner zeigte, dass er den Vergleich mit seinen Antipoden (wie Fribourg-Aufbauer Derek Wright, 12 Punkte) nicht zu scheuen braucht. Aber auch Octavius Brown (22, 206) deutete an, dass er mit der Zeit sei­ne Rolle finden wird. Und wenn die Starwings noch eine ausländische Hilfe (ein vierter Profispieler) für US-Center Darell Vinson unter den Brettern finden würde, könnte eine Equipe in die Saison 2016/17 gehen, welche durchaus die Substanz hätte, um einen Playoff-Rang zu spielen. Ein sicherer Wert, wie eh und je, war Teamcaptain Joël Fuchs, während Neuzuzug Alexis Herrmann (ex-Boncourt) zwar punktemässig nicht brillieren konnte, aber am Ball sehr sicher war und überlegt aufspielte.

Ohne Nationalspieler

Das Resultat muss in dem Sinne relativiert werden, als dass Olympic ohne seine drei Schweizer Nationalspieler (Arnaud Cotture, Eric Fongué und Natan Jurkovitz) auskommen musste. Dieses Trio bekleckste sich zwar nicht gerade mit Ruhm, denn die Schweiz verlor das letzte Europameisterschafts-Qualifikationsspiel in Zypern mit 78:92, so dass die Elf von National- und Fribourg-Trainer Petar Aleksic in der Gruppe mit Belgien, Island und „Exot“ Zypern den letzten Rang belegte... Weil aber mit Dusan Mladjan, dem einstigen „Schweizer Wunderkind“, der beste Basketballer – neben den beiden NBA-Spielern Thabo Sefolosha und Clint Capela – von Genf nach Freiburg wechseln dürfte, könnte Rekord­meister und Renommerverein Fribourg Olympic seinen Titel wohl wiederholen.

Fribourg Olympic – Starwings 74:64 (41:31)

Halle Saint-Léonard. - 100 Zuschauer. - SR: Marmy

Starwings: Jones (21), Fuchs (10), Brown (13), Sager, Vinson (8); Herrmann (3), Graham (2), Verga (3), Hauri (2), Thelemarque (2), Carrara, Pavlovic.

Bemerkungen: Starwings ohne Devcic (beruflich verhindert). - Viertelsresultate: 26:15, 15:16 (41:31); 15:21 (56:52) und 18:12 (74:64).