Neben den Fasnachtsfreunden kommen diese Woche in Basel auch die Badminton-Fans voll auf ihre Kosten: Von heute bis Sonntag spielen internationale Cracks in der Basler St. Jakobshalle um den Sieg der 24. Badminton Swiss Open.

«Brutal intensive Zeit»

Damit erreicht die dreiteilige Serie dieses Jahres von erstklassigem Badmintonsport in der Schweiz ihren Höhepunkt: Was mit den Schweizermeisterschaften im Februar in La Chaux-de-Fonds begonnen und durch die Team-Europameisterschaften in der St. Jakobshalle fortgeführt worden war, gipfelt nun im Turnier der Weltspitze. Das Organisationskomitee der Swiss Open ist dasselbe, wie dasjenige, das bereits die Team-EM durchgeführt hat. «Die Zeit seit Dezember war brutal intensiv. Jedes OK-Mitglied hat seine gesamte Energie in die beiden Badminton-Grossanlässe gesteckt», sagt Christian Wackernagel, OK-Chef der Swiss Open. Doch im Gegensatz zur Team-EM, als nebenher bereits die Vorbereitungen für die Swiss Open liefen, sehe er nun auch die Chance, einmal etwas herunterzufahren.

Starkes Frauenfeld

Mit einem Preisgeld von 125 000 US-Dollar gehören die Swiss Open der global zweithöchsten Leistungsstufe an. Zudem bietet sich in Basel die letzte Gelegenheit, wichtige Qualifikationspunkte für die Weltmeisterschaften vom August in Kopenhagen zu sammeln. Entsprechend gut präsentieren sich die Setzlisten der verschiedenen Kategorien: So sind alle dänischen Siegerinnen und Sieger der Team-EM in der St. Jakobshalle am Start. Bei den Frauen haben sich sieben Spielerinnen der Top 10 der Weltrangliste gemeldet. So sind unter anderem auch die thailändische Vorjahresfinalistin Ratchanok Intanon (Weltnummer 3) und Publikumsliebling und zweifache Basel-Siegerin Saina Nehwal (Indien, 7.) dabei.

Weniger starke Männer

Etwas weniger stark besetzt ist das Tableau der Männer. Im Einzel führt der letztjährige Swiss-Open-Halbfinalist Jan O. Jorgensen, die Weltnummer 4 aus Dänemark, die Setzliste an. Im Doppel-Tableau sind mit den Silbermedaillengewinnern von London 2012, Mathias Boe und Carsten Mogensen, zwei weitere Dänen in Basel dabei.

Grosse Ausstrahlungskraft

Die Swiss Open haben aufgrund des Turnier-Standings und der starken Besetzung eine grosse Ausstrahlung. Die Organisatoren rechnen mit insgesamt rund 15 000 Zuschauern in der Halle. Zusätzlich wird das Turnier über einen Live-Stream auf Youtube in alle Welt übertragen und am Finalwochenende schaltet sich auch das Schweizer Fernsehen mit einem Livestream aus Basel ein.

32 gemeldete Schweizer

Aus Schweizer Sicht lasten die Hoffnungen auf einen möglichen Exploit wie bereits an den Team-EM auf Sabrina Jaquet. Die 26-jährige Jurassierin hat sich im Vergleich zu den Swiss Open 2013 in der Weltrangliste um zehn Plätze verbessert und liegt nun an 45. Stelle.

Mit der Baslerin Marion Gruber, Susanne Keller aus Aesch, Sabrina Mattle aus Bubendorf, Joel König aus Titterten und dem Basler Christian Kirchmayr werden die beiden Basel am Heimturnier anständig vertreten. Immerhin fünf der insgesamt 32 gemeldeten Schweizerinnen und Schweizern stammen aus der Region. Wie sie alle, wird auch OK-Chef Wackernagel die Basler Fasnacht verpassen. «Darüber bin ich nicht traurig. Mein Herz schlägt voll und ganz für den Badmintonsport», sagt Wackernagel. Kommt hinzu, dass die Swiss Open länger dauern als die Fasnacht. Wenn die Larven am Donnerstag abgestreift werden, stehen in der St. Jakobshalle die Achtelfinals an.

Weitere Informationen zu den Badminton Swiss Open und den Spielplan finden Sie unter www.swissopen.com.