Fussball
Die Talente müssen schnell funktionieren

Der FC Basel U21 startet heute gegen Köniz in die Promotion League. Trainer Thomas Häberli muss dabei seine deutlich verjüngte Mannschaft so schnell wie möglich auf Betriebstemperatur bringen.

Alan Heckel
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Wegen dem happigen Startprogramm muss die junge FCB U21-Truppe von Beginn an hellwach sein.

Wegen dem happigen Startprogramm muss die junge FCB U21-Truppe von Beginn an hellwach sein.

Juri Junkov/Fotograf

Die 1. Liga Promotion heisst nun Promotion League. Doch die Namensänderung ist nicht der erste Gedanke von Thomas Häberli, den er mit der neuen Saison in der dritthöchsten Spielklasse assoziiert. «Das Niveau ist eindeutig höher geworden. Xamax, Rapperswil und Locarno sind stärker als die Teams, welche sie ersetzen», erklärt der Trainer des FC Basel U21 und weiss: «Wir werden von Anfang an gefordert sein!»

Verjüngte Truppe

Das ist der Tatsache geschuldet, dass der Basler Nachwuchs – einmal mehr - mit einer sehr jungen Mannschaft in die Spielzeit steigt. Abwehrchef Simon Dünki wird nächste Woche 20 Jahre alt, der Rest des Kaders besteht aus Teenagern, von denen über ein Dutzend aus der U18 «hochgezogen» wurde. «Die Jungen sind sehr talentiert, aber die Erfahrung auf diesem Niveau – zum Beispiel bei stehenden Bällen - fehlt ihnen», sagt Häberli. «Noch vor drei Jahren hatten die jungen Spieler eine halbe Saison Zeit, um sich im Aktivfussball zu akklimatisieren. Heutzutage müssen sie sofort funktionieren!»

Wie schnell seine Spieler das gewünschte Niveau erreichen werden, kann der Trainer nicht sagen. Häberli orientiert sich am letzten Jahr, als die Basler nach sechs Partien genug Lehrgeld bezahlt hatten und gegen Ende der Vorrunde ihre besten Leistungen abrufen konnten. Die erfolgreichen Vorbereitungsspiele wertet er dagegen nicht als wirkliches Leistungsbarometer, «weil die Gegner aus der 1. Liga waren. Die Promotion League ist ein anderes Kaliber.» Mit Fast-Aufsteiger Köniz gastiert heute zum Auftakt jedenfalls ein echter Gradmesser um 15 Uhr auf dem Rankhof.

Gute Gespräche mit Sousa

Mit Paulo Sousa hat Thomas Häberli «ein paar gute Gespräche» hinter sich. Einen Einfluss auf den Nachwuchs hat der Trainerwechsel beim Fanionteam noch nicht gehabt. «Er ist neu im Verein und hat noch einige Sachen, die noch weiter oben auf seiner Pendenzliste stehen», erklärt der U21-Trainer. Dennoch ist es möglich, dass er künftig taktische Direktiven von «oben» erhalten wird. «Das kann ich erst beantworten, wenn ich weiss, wer aus der ersten Mannschaft bei mir spielt», sagt Häberli. Probleme damit hätte er aber keine: «Ich bin taktisch flexibel.»

Hoffen auf Unterstützung von oben

Der 40-Jährige gibt offen zu, dass er in den ersten Runden über Verstärkungen aus dem «Eins» nicht unglücklich wäre: «Das Startprogramm ist happig. Ein paar gestandene Spieler könnten den Jungen sicher einige Stabilität geben.» Thomas Häberli rechnet mit vielen engen Spielen und ist sich bewusst, dass die individuellen und kollektiven Fortschritte bei seiner Equipe auch auf Kosten positiver Resultate zu Saisonbeginn zustande kommen könnten. Angst vor Negativerlebnissen hat er aber nicht: «Wir haben uns beim FCB für diesen Weg entschieden und rücken nicht davon ab!»