Der goldene Nagel am kleinen Finger von Andreas Vollmer hat Glück gebracht. Wie auch der Rest des Teams hat sich der Coach von Sm’Aesch-Pfeffingen dieses symbolische Goldfingerchen verpassen lassen. Der Talisman soll Sm’Aesch in der heissen Saison-Phase helfen. Im ersten Playoff-Halbfinal gegen Kanti Schaffhausen erfüllte der goldene Nagel seinen Zweck. «Besser kann es nicht laufen.

Wir haben alles richtig gemacht», sagt Vollmer nach der Partie mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. Sein Team hat überraschend deutlich mit 3:0 gewonnen. Doch ganz so klar wie das Resultat war der Spielverlauf zwischen dem Zweiten und dem Dritten der abgelaufenen Qualifikation nicht.

Nervöser Beginn

Die Nervosität ist beiden Teams in der Startphase anzumerken. Sm’Aesch startet mit einem Annahmefehler, Schaffhausen mit einem Servicefehler. Doch es sind die Gäste, die ihre Fehler zuerst minimieren und Mitte des ersten Satzes mit vier Punkten in Führung liegen. «Es geht um sehr viel. Deshalb waren wir zu Beginn etwas nervös», sagt Capitaine Madlaina Matter.

Erst Mitte des ersten Satzes wird Sm’Aesch langsam besser. Mit dem ersten gelungenen Angriff durch die Mitte gleicht Matter zum 16:16 aus. Sm’Aesch nutzt das Momentum und zieht bis zum 21:18 im Schnellzugtempo an Schaffhausen vorbei.

Doch die Gäste kommen noch einmal zurück und gleichen zum 21:21 aus. Vor allem der nervenstarken Topskorerin und frischgekürten wertvollste Spielerin der Liga, Dora Grozer, ist es dann zu verdanken, dass Sm’Aesch mit vier Punkten in Folge den ersten Satz mit 25:21 zumacht.

In Satz 2 sehen die Zuschauer in Aesch einen beinahe identischen Spielverlauf. Schaffhausen zieht davon, führt mit 14:10. Wieder bringt eine Aktion von Matter den Ausgleich. Diesmal führt ein Block zum 17:17. Beim Stand von 20:19 geht Sm’Aesch ein erstes Mal in Führung. Schaffhausen gleicht aus, doch vier Punkte in Serie beenden auch den zweiten Satz so, wie Coach Vollmer sich das vom Ergebnis her vorgestellt hat. 25:21.

Alles für den Cupsieg

Dieser erneute Nackenschlag ist zu viel für Schaffhausen. Im dritten Satz zieht Sm’Aesch von Beginn an davon. 9:3 steht es nach wenigen Minuten. Anders als Sm’Aesch in den vorherigen Sätzen ist Schaffhausen nicht in der Lage, den Rückstand aufzuholen. Mit 25:17 geht der dritte Satz an das Heimteam, das die erste Partie des Playoff-Halbfinals mit 3:0 gewinnt und voller Selbstvertrauen ins nächste Spiel gehen kann.

Und das ist ein ganz Besonderes: Am Samstag hat Sm’Aesch die Chance im Cupfinal den ersten nationalen Titel der Vereinshistorie zu gewinnen. «Wir sind auf allen Positionen gut besetzt. Deshalb werden wir die Neuenburger wegfetzen», ist Matter überzeugt. Am 6. April geht es dann in der Liga auswärts nach Schaffhausen. Ein weiterer Sieg dort oder im allfälligen Entscheidungsspiel am 7. April in Aesch und Sm’Aesch stünde auch in der Liga im Final. Dank goldenem Fingernagel natürlich.