Handball
Die Überfliegerinnen aus Basel verkaufen ihre Haut auch im Cupfinal teuer

Nach dem Überraschungserfolg gegen Brühl am Vortag machen die Baslerinnen auch im Final eine gute Figur. Gegen Nottwil reicht es am Ende trotzdem nicht: Beim 21:23 fehlt auch das Glück.

Alexander Wagner
Merken
Drucken
Teilen
Impressionen vom Cupfinal zwischen Basel Regio und Nottwil
4 Bilder
Stephanie Mathys (hinten) troestet ihre Schwester Aline
Maja Sommerlund ist nach dem Spiel enttäuscht
Maja Sommerlund (Mitte) zieht Lisa Frey davon

Impressionen vom Cupfinal zwischen Basel Regio und Nottwil

Alexander Wagner

Die grosse Frage vor dem Cup-Final gegen Spono Nottwil war, ob es Basel-Trainer Thomas Mathys gelingen würde, nach der langen Vorbereitung auf den Halbfinal gegen Brühl, sein Team innert nur einer Nacht wieder so hervorragend einzustellen. Und ob es die Mannschaft nach dem – vorläufigen – Saisonhöhepunkt schafft, nochmals die nötige Spannung aufzubauen. Die ersten Minuten im Final gegen Nottwil schienen diese Fragen klar zu verneinen.

Nach knapp sechs Minuten lag Basel bereits mit 0:3 im Rückstand und Mathys nahm bereits sehr früh sein erstes Time-out Danach ging es aber auch nicht viel besser. Bald jedoch konnte sein junges Team die Anweisungen besser umsetzen und kam immer näher heran.
Sommerlund zog die Fäden
Dies sicherlich auch dank der routinierten Maja Sommerlund. Die bald 39-jährige Dänin war bereits in Deutschland und in Spanien zu nationalen Meistertitel gekommen und führt jetzt magistral in Basel die Fäden. Sie war mit sechs Treffern die erfolgreichste Werferin. Noch viel wichtiger jedoch waren ihre Zuspiele im Angriff und ihre Organisation in der Abwehr. So kam Basel bis zum Seitenwechsel bis auf einen Treffer heran. Zehn Minuten vor der Sirene gelang der Ausgleich. Am Gegner vorbeiziehen konnten die Aussenseiterinnen jedoch nie. Das lag an ganz vielen kleinen Details. «Das mangelnde Glück», zählte der Trainer eines davon auf.
Positives Fazit
Trotzdem zieht Trainer eine absolut positive Bilanz des Final-Four-Auftritts: «Das war sensationell. Wir haben zwei Top-Teams gefordert. Und sogar am Pokal geschnuppert. Natürlich flossen gleich nach der Sirene die Tränen und die Spielerinnen waren untröstlich. «Aber bald kommt die Phase, in der wir Genugtuung und Stolz empfinden», ist der Trainer überzeugt. Auch neben dem absoluten Highlight mit dem Cupfinal ist Trainer Mathys zufrieden: Vor der Saison hat man sich das Erreichen der Finalrunde als Ziel gesetzt: «Das haben wir geschafft und mit Rang fünf sogar besser als unser Minimalziel», meint der Coach.

«Natürlich haben wir uns mehr erhofft in der Finalrunde. Aber mit den Verletzten war das nicht realistisch.» Jetzt geht es für ihn und die Spielerinnen in eine kurze, wohlverdiente Pause. Wobei man sich trotzdem einmal die Woche zum lockeren Plausch trifft. Bevor dann bereits ab Ende Mai wieder die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt. Aber an diese Spielzeit wird man sich in Basel sicherlich noch lange gerne erinnern.