Basketball
Die Unbeschwertheit der Starwings ist verflogen

Das NLA-Teams der Starwings unterliegt Neuchâtel mit 84:106 und verpasst damit die Playoffs-Halbfinals. Trainer Roland Pavloski ist dennoch stolz auf seine Mannschaft.

Alan Heckel
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Starwings Riley Luettgerodt (rechts) erzielte gegen Neuchâtel 13 Punkte.

Starwings Riley Luettgerodt (rechts) erzielte gegen Neuchâtel 13 Punkte.

Keystone

Mit dem Vermeiden der Abstiegsspiele hatten die Starwings ihr Saisonziel bereits an Weihnachten erreicht. Dass der NLA-Verein mit dem kleinsten Budget zwei Runden noch eine kleine Chance auf einen Platz in den Playoffs hatte, grenzte an ein kleines Wunder.

Immerhin 373 Zuschauer in der Birsfelder Sporthalle glaubten auch daran, dass die Baselbieter im Heimspiel gegen Union Neuchâtel ihren Teil dazu beitragen würden, um Konkurrent Fribourg Olympic, der zeitgleich Meister Lugano empfing, weiter unter Druck zu setzen.

Schlechter Start

Der Anfang gelang dem Heimteam nicht wunschgemäss. Besonders in der Offense taten sich Baselbietern schwer, während den bereits für die Playoffs qualifizierten Gästen die Würfe deutlich leichter von der Hand gingen. Trainer Roland Pavloski brauchte keine fünf Minuten, um beim Stand von 6:15 via Auszeit den Lauf der Gäste zu unterbinden.

Die Worte des Starwings-Trainers zeigten immerhin teilweise Wirkung. Das Skore wuchs bis zur Halbzeit nicht mehr gross an, doch das 47:58 nach 20 Minuten war dennoch eine ziemliche Hypothek, welche mit zunehmender Spieldauer immer grösser wurde.

Die Baselbieter mussten mehr Risiken eingehen und warfen immer häufiger aus der Distanz. Doch ihre Bilanz jenseits der Drei-Punkte-Linie war äusserst dürftig (27,8 Prozent). Und weil die Westschweizer ihre Grössenvorteile bei den Rebounds ausnutzten, war den „Wings“ nach drei Vierteln (64:80) der Zahn gezogen. Zumal dem Underdog im Schlussabschnitt die ersten Punkte erst nach über drei Minuten gelangen – die Neuenburger hatten im gleichen Zeitraum 14 Zähler gesammelt.

Am Ende hiess es 84:106 und das Publikum verabschiedete die Sternenadler mit warmem Applaus – nicht, weil sie gegen Neuchâtel toll gespielt, sondern weil sie den Playoff-Traum bis zum letzten Heimspiel der Saison aufrecht erhalten hatten.

Gratulation ans Team

Dazu konnte auch Pavloski seinen Spielern „nur gratulieren. Auch wenn der Endspurt das Ganze ein wenig trübt: Was sie über die gesamte Spielzeit geleistet haben, macht mich stolz!“

Dass es am Ende nicht zum „Zückerchen“ (Pavloski) gereicht hatte, erklärte der Starwings-Trainer zum einen mit der Stärke des Gegners und zum anderen damit, dass in den letzten Partien die Unbeschwertheit verloren gegangen war.

„Bisher konnten wir ohne Druck aufspielen, doch nun hiess es auf einmal: ‚Ihr könnt noch die Playoffs erreichen...‘“ Neuchâtel Coach Emanuel Schmitt hätte den Baselbietern den Schritt jedenfalls zugetraut. „Die Starwings sind eine Equipe mit vielen Qualitäten. Dass wir als einziges Team gegen sie nie in dieser Saison verloren haben, macht mich sehr glücklich.“

NLA. Männer. Finalrunde. 9. Runde: Fribourg Olympic - Lugano Tigers 77:70 (32:36). Monthey - Lions de Genève 95:105 (53:55). Starwings Basel - Union Neuchâtel 84:106 (47:58).
Rangliste: 1. Lions de Genève 9/29 (780:693). 2. Union Neuchâtel 9/27 (776:705). 3. Lugano Tigers 9/25 (749:732). 4. Fribourg Olympic 9/24 (700:645). 5. Starwings Basel 9/19 (724:788). 6. Monthey 9/5 (691:857).

Telegramm
Starwings – Union Neuchâtel 84:106 (47:58)
Sporthalle Birsfelden. – 373 Zuschauer. – SR Pizio/Mazzoni/Novakovic.
Starwings: Luettgerodt (13), Fuchs (10), Pacher (24), Williams (13), Vinson (16); Verga (2), Beltinger, Wachsmuth (2), Ngoah (2), Lutz (2); Malisanovic.
Neuchâtel: Uliwabo (5), Kuburovic (10), Steinmann (11), Touré (17), Badji (18); Savoy (7), Aw (10), Gaillard (6), Day (18), Louissant (4).
Bemerkungen: Starwings komplett.