Basketball
Die Walliser waren zu stark für die Starwings

Es fehlte sehr wenig. Aber es fehlte halt doch so viel, dass die Starwings zuletzt gegen den Titelkanditaten BBC Monthey ohne Siegesoption blieben und gegen die Walliser eine bittere 88:98-Heimniederlage erlitten. Die Playoffs bleiben trotzdem in Reichweite.

Georges Küng
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Die Starwings konnten die Gäste aus dem Wallis auch mit vereinten Kräften nicht stoppen.

Die Starwings konnten die Gäste aus dem Wallis auch mit vereinten Kräften nicht stoppen.

Keystone

Die Niederlage gegen den Co-Leader Monthey war ärgerlich. Und nicht zwingend. Und doch ein Spiegelbild der letzten Monate, in denen die Wings-Basketballer in bestimmten Phasen mit den Landesgrössen durchaus mithalten, niemals jedoch ihre Konstanz erreichen können.

Und in den entscheidenden Phasen fehlte die Cleverness, die Routine, sicher auch die individuelle Klasse. Zudem erwies sich am Freitagabend die Leistung zweier Refs als zusätzliches Hindernis, welches das Baselbieter Kombinat nie überwinden konnten.

Nach 35 Minuten sah alles noch gut aus für die Starwings, es stand 82:81. Just in diesem Moment wurde Devonte Upson mit einem fragwürdigen 5. Foul belastet, so dass für die «money time» die Gastgeber auf ihren besten Brettspieler verzichten mussten. Valable Alternativen auf der Bank sind bekanntlich seit Monaten nicht auszumachen.

Die individuelle Klasse überwog zum Schluss

Aber selbst 55 Sekunden vor der Endsirene, beim Stand von 88:90, schien jeder Ausgang noch möglich. Aber in den entscheidenden letzten Angriffen liess die ansonsten vorzügliche Wurfquote nach, ein Fehlpass zu viel und einen technischen Fehler dazu – und schon leuchtete nach unterhaltsamen 40 Minuten ein finales Skore auf, das durchaus die Stärkeverhältnis, nicht aber den Matchverlauft widerspiegelt.

Sicher, der Gast spielte nur mit zwei ausländischen Profispielern. Dazu fällt Nationalspieler Jonathan Dubas, ein sicherer 15-Punkte-Mann und starker Rebounder, bis Ende Saison aus. Aber der Schweizer Topskorer Marko Mladjan war dann zur Stelle, wenn es ihn brauchte.

Und mit dem 24-jährigen, unglaublich athletischen und 208 Zentimeter grossen Rodrigue Maza fand der BBCM in der NCAA II einen Franzosen, mit Schweizer Lizenz, der einst in jungen Jahren in die USA gegangen war und in der Schweiz lange Zeit vergessen ging.

Auch die Konkurrenz verliert

Die Niederlage mag zwar bitter sein, doch sie wird die Starwings nicht derart ärgern. Denn Mitkonkurrent Central Luzern wurde zuhause von Rekordmeister Fribourg Olympic beim 67:111 förmlich «abgewatschelt».

Dass Alleinunterhalter Richard Carter gleich 41 Punkte machte (dazu noch 15 Zähler des Serben Zarko Duric), sei auch erwähnt. Die zehn Schweizer Akteure erzielten zusammen gleich mal elf Pünktlein... auch das ist ein Sinnbild im nationalen Basketball.

Am Sonntag gastieren die Starwings im Tessin. Sie werden das «Grande Lugano» vielleicht ein wenig ärgern, jedoch nicht bezwingen können. Wenn aber Aufsteiger Luzern in Boncourt verliert, so steht auch mathematisch der Playoff-Einzug des Birstaler Kombinats fest. Das ist keine Selbstverständlichkeit!

Starwings – BBC Monthey 88:98 (49:44)

Sporthalle Birsfelden. – 232 Zuschauer. – SR: Hjartarson/Sani/Emery

Starwings: Ross (8), Kostic (21), Fuchs (16), Burnatowski (22), Upson (16); Sager (5), Lutz; Malisanovic, Pavlovic, Verga.

Monthey: Timberlake (16), Mafuta (11), Ikonic (23), Mladjan (28), Maza (16); Bavcevic (2), Grau (2); Fosserat, Kuba, Rajic.

Bemerkungen: Starwings ohne Duspara, Matter (beide verletzt) und Wachsmuth (Auslandsaufenthalt). – Monthey ohne Colon, Nationalspieler Dubas und US-Spielmacher Gibson (alle verletzt) sowie den abwesenden serbischen Center Durkovic. – Viertelsresultate: 29:22, 20:22 (49:44); 18:27 (67:71) und 21:27 (88:98). – Mit fünf Fouls ausgeschieden: 36. Upson und 40. Sager. – Fouls: Starwings 19, Monthey 16