Volleyball

Die Wende im Osten blieb aus – Sm’Aesch Pfeffingen verliert das Rückspiel des CEV-Europa-Cup mit 1:3

Sm’Aesch Pfeffingen scheidet aufgrund der Niederlage gegen Békéscsaba aus dem CEV-Europa-Cup aus.

Sm’Aesch Pfeffingen scheidet aufgrund der Niederlage gegen Békéscsaba aus dem CEV-Europa-Cup aus.

Sm'Aesch Pfeffingen verliert das Rückspiel im CEV-Europa-Cup gegen Békéscsaba mit 1:3. Damit sind die Baselbieterinnen aus dem Turnier ausgeschieden.

Dass die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen nicht ganz ohne Hoffnung zum Rückspiel des Achtelfinals nach Ungarn gereist waren, beweist die Aussage von Head-Coach Andreas Vollmer kurz nach dem im Tiebreak verlorenen Heimspiel: «Eigentlich hätten wir dieses Spiel trotz schwachem Startsatz mit 3:1 gewinnen müssen. Es fehlte schlicht an der nötigen Routine bei unserer sehr jungen und international unerfahrenen Mannschaft.»

Und das Team zeigte sich nach der Rückkehr von Topskorerin Dora Grozer, sie lag einige Tage mit einer Grippe im Bett, und der für die immer noch nicht einsatzfähige Zuspielerin Taylor Tashima kurzfristig verpflichtete Tess von Piekartz, absolut bereit. Capitaine Madlaina Matter und ihre Teamkolleginnen liessen sich von der lautstarken Kulisse in der Varosi-Halle nicht beeindrucken und hielten gegen die in der Champions-League-Qualifikation ausgeschiedenen Ungarinnen bis zum Spielstand von 11:10 ausgezeichnet mit. Zwar war in einigen Spielzügen nicht zu übersehen, dass die neue/alte Passeuse Tess von Piekartz das eine oder andere Mal noch nicht den Wünschen ihrer Angreiferinnen entsprechen konnte, doch in der vorentscheidenden Spielphase dieses ersten Satzes patzten die Baselbieterinnen einmal mehr in der Annahme und die Blockarbeit liess oft zu wünschen übrig.

Ganz im Gegensatz zum Heimteam, bei welchem die beiden Montenegrinerinnen Ksenija Ivanovic und Nikoleta Perovic jetzt praktisch jeden Angriff erfolgreich abschliessen konnten. Auch die einst bei Sm’Aesch Pfeffingen engagierte Lucija Mlinar (Kroatien) und die Serbin Sofija Medic überwanden jetzt die Abwehr der Gäste immer wieder locker. So wuchs der Vorsprung der Gastgeberinnen kontinuierlich an (19:13) und der erste Satz ging in der Folge klar an den Favoriten.

Block und Annahme verbessert

Beim Start in den zweiten Satz sahen die beim Spielstand von 5:12 für Sm’Aesch Pfeffingen schon etwas ruhiger werdenden Zuschauer ein stark verbessertes Gästeteam. Vor allem am Block glänzten jetzt Gabi Schottroff und Matter, und die Angriffe über Grozer und die Brasilianerin Jessica Ventura waren jetzt praktisch immer erfolgreich.

Aber das Wichtigste in dieser Phase war, dass die Angriffsauslösung viel variantenreicher und deshalb für die Verteidigung von Békéscsaba weniger zu «lesen» war. Gegen Ende des stark gespielten Durchgangs wusste dann auch noch die österreichische Neuverpflichtung Monika Chrtianska mit einigen guten Services zu glänzen, sodass auf der Anzeigetafel nach dem Aufschlagfehler der Ungarinnen völlig überraschend ein 15:25 und der Satzausgleich zum 1:1 aufleuchtete. Dieses Resultat schürte natürlich die Begehrlichkeiten bei der Mannschaft um Head-Coach Andreas Vollmer auf ein positives Resultat von neuem.

Zu zögerlich und ohne Druck

Doch dieser Zwischenerfolg schien die Spielerinnen eher zu lähmen, statt zu beflügeln. Anders war der Zwischenstand von 10:2 zugunsten des Heimteams nicht zu erklären. Zu zögerlich und ohne Druck agierte Sm’Aesch Pfeffingen und wurde danach trotz zwischenzeitlicher Steigerung richtiggehend vom Feld gefegt (25:17). Bei diesem Satz-Spielstand war klar, dass Sm’Aesch Pfeffingen jetzt nur noch mit einem 3:2-Sieg nach Tiebreak und dem Gewinn des Golden Set in die nächste Runde vorstossen würde.

Doch diese Rechenspielereien erübrigten sich dann relativ schnell, weil das Heimteam der Sm’Aesch-Defensive das Leben sehr schwer machte. Zwar flackerte beim Spielstand von 12:12 nochmals ein kleiner Funken Hoffnung auf, doch wieder waren es die fünf Ausländerinnen beim Heimteam, welche den Unterschied machten und ihre Mannschaft in die nächste Runde hämmerten. «Wir haben gemacht, was wir konnten, doch die montenegrinischen Diagonalspielerinnen waren in der Summe einfach zu stark. Trotzdem haben wir wieder viel lernen können, was wir in der heimischen Meisterschaft positiv umsetzen können», sagte eine natürlich enttäuschte Annalea Maeder.

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