Volleyball
Die Zukunft des Basler Top-Volley Turniers liegt in Zürcher Händen

Nach 25 Jahren gibt das OK um Christoph Socin die Verantwortung für denTop-Volley-Event weiter. Künftig sind Stav Jacobi und Erika Herzig die Köpfe des Anlasses.

Jonas Burch
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Fliessender Übergang: Noch-OK-Präsident Christoph Socin (Mitte)mit seinen Nachfolgern Erika Herzig und Stav Jacobi. Keystone

Fliessender Übergang: Noch-OK-Präsident Christoph Socin (Mitte)mit seinen Nachfolgern Erika Herzig und Stav Jacobi. Keystone

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Mit dem Baseldytsch hapert es zwar noch, ansonsten sind die Weichen für 2014 gelegt. Bereits vor fünf Jahren liebäugelte OK-Präsident Christoph Socin mit einer Übergabe seines Amtes. Nach langem Hin und Her entschied sich Socin für weitere fünf Austragungen.

Jetzt ist definitiv Schluss. «Ich verspüre keine Wehmut. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich der Event entwickeln wird», sagt Socin nüchtern.

Die Zukunft liegt neu in den Händen von Volero-Präsident Stav Jacobi und der ehemaligen Volero-Geschäftsführerin Erika Herzig. «Auch wenn es viele Interessenten für die Nachfolge gab, Stav Jacobis internationale Beziehungen in der Volleyszene suchen in der Schweiz seinesgleichen», weiss Socin.

Den nächsten Schritt wagen

Jacobi, Herzig und Co. stecken bereits jetzt voller Tatendrang, denn das Top Volley in Basel ist für die Zürcher Fraktion eine Herzensangelegenheit. «Wir können einen solchen Anlass nicht einfach sterben lassen.

Das würde dem Volleysport in der Schweiz extrem wehtun», spricht Jacobi Klartext. Erste Ideen und Massnahmen sind schon in die Wege geleitet worden.

So soll das Turnier künftig dem internationalen Volleyball-Verband (FIVB) angeschlossen werden, damit die teilnehmenden Mannschaften Punkte für das Weltranking sammeln können – ein zusätzlicher Anreiz.

Asiatischen Markt besser erschliessen

Ausserdem will man den asiatischen Markt besser erschliessen. Bis dato spielte in der 25-jährigen Historie noch nie ein Team aus Fernost in Basel. Auch in dieser Hinsicht laufen erste Gespräche, insbesondere nach Japan.

«Die Zuschauer sollen nicht nur hochklassigen Sport, sondern eine rundum perfekte Inszenierung erleben. Der Event muss zu einem Spektakel werden, welches nicht nur Volleyball-Fans anlockt», blickt auch Erika Herzig voraus.

Wie bei den Swiss Indoors im Tennis, sollen in Zukunft Stars und Charakterköpfe als Botschafter dienen, um dem Anlass ein stärkeres Gesicht zu verleihen.

Bewährtes beibehalten

Trotz allen Ideen und Plänen will man auch an Bewährtem festhalten. «Zwei Drittel muss in etwa gleich bleiben, sonst geht der Charakter des Turniers verloren», ist sich auch Socin bewusst. Für die Nachfolger kein Problem.

Der Standort bleibt nach wie vor derselbe, ein Umzug nach Zürich wurde von Anfang an ausgeschlossen. Ausserdem stellt Herzig klar, dass die Übernahme des OK-Amtes in keinerlei Verbindung mit dem Klub Volero Zürich steht. «Die Mannschaft wird weiterhin behandelt wie jede andere auch».

Ab kommendem Mai beginnen die Planungen auf Hochtouren zu laufen. Die Visionen hören sich schon heute vielversprechend an. «Spätestens dann wirds auch mit dem Baseldytsch besser klappen», schmunzelt Herzig.