Eishockey
Dieses Kanadische Doppelpack will in Basel Geschichte schreiben

Die beiden Kanadier Brandon Buck und Kyle Greentree sind die neuen Hoffnungsträger der Basel Sharks. Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an die Beiden. Doch der Druck macht ihnen nichts aus. Sie freuen sich auf ihre Aufgaben bei den Sharks

Jonas Burch
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Den Jetlag haben die beiden Kanadier schon fast überwunden. Ende letzte Woche trafen Brandon Buck und Kyle Greentree in Basel ein - gestern schwitzten die Imports erstmals im Kraftraum der St. Jakobshalle. «A good feeling» haben sie im Hinblick auf die kommenden Aufgaben mit den Basel Sharks.

Am Rheinknie wird viel von ihnen erwartet, vor allem weil die Basler mit den «Vorgängern» Jonathan Roy und Jamie Wright in der letzten Saison mehr schlechte, als gute sportliche Erfahrungen gemacht haben. «Ich brauche diesen Druck und mag diesen Stellenwert. Die hohen Erwartungen spornen mich an», stellt Greentree klar, der je zwei Spiele für die Philadelphia Flyers und die Calgary Flames in der NHL bestritt.

Nach der letztjährigen Katastrophen-Saison liessen sich die Sharks-Verantwortlichen Zeit, um die Ausländerpositionen neu zu besetzen. Erste Kontakte mit Buck und Greentree gab es im Februar - beide überzeugten bei Medvescak Zagreb mit Top-Statistiken. «Wir hatten im Anschluss diverse Angebote aus halb Europa. Aber die Schweiz geniesst bei uns Kanadiern einen guten Ruf, wieso spielen sonst so viele unserer Landsleute über Jahre hinweg bei euch Eishockey?», fragt sich der 24-jährige Buck mit einem Schmunzeln.

Einzigartiger Wechsel

Die Wahl nach Basel zu kommen, hat das Duo bis heute jedenfalls nicht bereut. Im Gegenteil. «Alles wirkt ruhig, professionell und sauber. Ein schönes Land, in dem ich mich sicher auch langfristig glücklich fühlen würde», sagt Greentree (29), der mit seiner Frau und zweijährigen Tochter eine Wohnung in Pratteln bezogen hat. Dass Buck mit seiner Frau gleich gegenüber wohnt, erleichtert den Eingewöhnungsprozess zusätzlich.

Bei den Verhandlungen wurde schnell klar: Wenn Buck nach Basel kommt, dann nur mit Greentree. Eine für die Szene aussergewöhnliche Situation. «Normalerweise ist das Geschäft extrem schnelllebig, da werden keine grossen Freundschaften aufgebaut», weiss Greentree. «Weil wir uns nicht aneinander gewöhnen müssen, können wir uns schneller integrieren. Davon profitiert die ganze Mannschaft», fügt Buck an.

So ähnlich wie die beiden neben dem Eis sind, so unterschiedlich sind ihre Spielweisen. Kurz: Buck ist der Techniker, Greentree der Brecher. Mit einem Statistik-Wert von +31 war Buck im letzten Jahr der mit Abstand beste Spieler der österreichischen Liga. Zu Bucks 58 Skorer-Punkten kamen 65 von Greentree dazu. In Basel soll nahtlos an solche Zahlen angeknüpft werden.

Über die kommenden NLB-Gegner hat sich das Duo bewusst nicht informiert. «Egal wer kommt, wir wollen sowieso immer gewinnen», macht Greentree deutlich. Buck geht noch einen Schritt weiter und peilt den Aufstieg in die NLA als grosses Ziel an. Böse Zungen dürften diese Vorgabe als etwas zu überrissen auffassen. Buck kontert: «Why not? Wir haben hier alles was es braucht, um grosse Ziele zu erreichen.»

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