Wenn am Wochenende die Volleyballerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen mit einer Doppelrunde in die neue NLA-Saison steigen, wird mit Dominique Haussener eine neue Stamm-Libera auf dem Feld stehen. Die erst 18-Jährige ist ein Talent aus der Schule des Nachwuchsförderclubs SC Gym Leonhard. Zudem trägt sie einen Nachnamen, welcher die regionale Volleyballszene seit vielen Jahren prägt. Ihr leider bereits verstorbener Grossvater Fredy führte die Frauen von Uni Basel als Trainer zu unzähligen Meistertiteln und ihr Vater Dani war sowohl beim RTV Basel, als auch bei Sm’Aesch Pfeffingen erfolgreich als Coach tätig. Jetzt steht der weibliche Haussener-Spross vor seiner ersten grossen Herausforderung. Die bz hat sich mit der 166 cm grossen Volleyballerin unterhalten.

Was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie am Samstag vor eigenem Publikum ihr Debüt als NLA-Libera geben?. Und dies ausgerechnet gegen den mehrfachen Schweizer Meister und Cupsieger mit seinen Weltklasse-Spielerinnen.

Dominique Haussener: Es überwiegt die Freude, aktiver Teil dieser Partie sein zu dürfen. Sicher bin ich auch etwas nervös, da ich im Gegenteil zu den Zürcherinnen noch ziemlich unerfahren bin. Von aussen verspüre ich keinen Druck, ich mache ihn mir höchstens selber.

Sie sind praktisch mit dem Volleyball in der Hand auf die Welt gekommen. Nicht nur Ihr Vater Daniel und Mutter Christine, sondern auch deren Zwillingsschwester Dori spielten auf hohem Niveau!

Das ist richtig. Schon als kleines Mädchen begleitete ich meine Eltern in die Volleyballhalle und war von der Sportart fasziniert. Meine Leidenschaft gehörte aber jahrelang der Zirkuswelt, wo ich aktiv beim Quartierzirkus Bruderholz mitgemacht habe und körperlich einiges gelernt habe, was mir heute im Sport weiterhilft.

Bekommen Sie von zu Hause jeweils Tipps mit auf den Weg?

Wir reden sicher viel über Volleyball, aber mein Part im Spiel steht nicht zur Diskussion. Mein «Trainervater» mischt sich sehr wenig ein, er lässt mich mein Ding machen.

Können die von Teammanager Werner Schmid mit der Playoff-Teilnahme hochgesteckten Ziele erreicht werden?

Wir haben sehr viel und hart trainiert. Das Zusammenspiel, auch mit den Neuverpflichtungen, läuft schon sehr gut. Es wird sicher schwer, denn fast die ganze Konkurrenz spielt praktisch nur mit routinierten Top-Ausländerinnen.

Sie wurden mit Sm’Aesch Pfeffingen letzte Saison U23-Schweizermeister und wurden in der U18-Meisterschaft als beste Defensivspielerin ausgezeichnet. Nun setzen sie nach Ihrem Matura-Abschluss voll auf die Karte Volleyball. Wohin soll Sie Ihr sportlicher Höhenflug führen?

Zuerst muss ich betonen, dass ich vom Angebot des Vereins, professionell in der Nationalliga A spielen zu können sehr überrascht war. Ich habe die Chance bekommen und will sie natürlich nutzen. Ins Studium kann ich auch später noch einsteigen. Jetzt will ich zuerst einmal am Samstag Voléro mit einer guten Leistung ärgern und am Sonntag gegen Franches- Montagnes gewinnen.