In Abwesenheit des letztjährigen Titelgewinners Daniel Hubmann galt Baselland I mit Sprint-Europameister Fabian Hertner als Favorit. Doch der seit zwei Jahren im Baselbiet wohnhafte Anders Holmberg zwang den organisierenden OLK Fricktal zur Konsultation der Wettkampfordnung. Dank optimaler Aufgabenteilung lief der schwedische Topathlet mit Kaspar Hägler und Roman Brogli Bestzeit. Doch den Titel erhielten die um 38 Sekunden geschlagenen Fabian Hertner, Dominik Koch und Sebastian Hägler. Ausländer müssen fünf Jahre in der Schweiz Wohnsitz haben, bevor sie titelberechtigt sind.

Hertner, der nach der Verletzung an den WM im August erst seit wenigen Wochen wieder intensiv trainieren kann, hatte in einem Dickicht Zeit verloren. Koch büsste auf dem längsten Teilstück eine Minute ein. Auf diesem Abschnitt machte Homberg die Differenz. «Diese OL-Form, die wir in Schweden nicht kennen, macht mit grossen Spass», schwärmte Holmberg. Hertner nahms zum Saisonabschluss gelassen: «Was wollen wir mehr. Bestzeit für Baselland II, Gold für Baselland I.» Derweil versprachen Koch und Hägler, die diesen Titel 2006 in Sissach zusammen mit Stefan Lombriser erobert hatten, Revanche.

Geschlagene Baslerinnen

Der Kanton Baselland verfügt zurzeit über eine breite Spitze an Orientierungsläufern. «Wir haben uns schon im Nachwuchsalter gegenseitigt gepusht», sagt Hertner dazu, der inzwischen häufig mit Holmberg trainiert. Bei den Frauen siegte die 17-fache Weltmeisterin Simone Niggli zusammen mit Bike-OL-Weltmeisterin Christine Schaffner und Vereinskollegin Franziska Wolleb überlegen. Die OLG Basel mit den beiden Nationalkaderläuferinnen Indes Brodmann und Rahel Friedrich landete leicht enttäuschend auf Rang 6.