1. Liga Classic
Dornach fehlt gegen Luzern die Durchschlagskraft

Die Dornacher kassieren gegen den FC Luzern U21 eine 1:3-Heimniederlage. Somit muss die Mannschaft auf ihren ersten Saisonsieg weiter warten.

Peter Gschwind
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Dornach verliert gegen Luzern mit 3:1
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..und wird aber vom körperlich überlegenen Gegenspieler geblockt
Den Ball im Blick Dornachs Talisson Ferreira (rechts) gegen Nicholas Walker

Dornach verliert gegen Luzern mit 3:1

Juri Junkov

Es sind oft Details, die umkämpfte Spiele entscheiden - auch in der 1. Liga Classic. Das musste der SC Dornach im Match gegen den Nachwuchs des FC Luzern erfahren. Denn hätten die Dornacher ihre erstklassigen Tormöglichkeiten und in den zweiten 45 Minuten die Überzahlsituation genutzt, wären sie nicht mit einer Niederlage vom Spielfeld gegangen. So aber verlor das Team von Trainer Mario Cantaluppi mit 1:3, bleibt am Tabellenende hängen und muss weiter auf den ersten Saisonsieg warten.

«Wir drehen uns in einer Negativspirale, da müssen wir raus», sagte Sportchef Pascal Burger nach dem Schlusspfiff. In der Tat gleichen sich die Spiele der Dornacher. Sie sind den Gegnern physisch und spielerisch ebenbürtig, im gegnerischen Strafraum fehlen aber die Entschlossenheit im Verwerten der Tormöglichkeiten und die Durchschlagskraft.

Auf das 0:1 nach einer Viertelstunde Spielzeit reagierte das Heimteam mit einer guten Phase. Bereits im Gegenzug erzielte Fatih Celebi den Ausgleich. «Wir haben uns in der Folge durch individuelle Fehler einmal mehr selber geschlagen», erklärte Cantaluppi den Fortgang der Partie. «Mich ärgert auch die Tatsache, dass wir das 1:2 nach einer Standardsituation hinnehmen mussten», fügte der Dornacher Übungsleiter weiter an. In der Tat fehlte in der Defensive die Organisation, und Christoph Kurmann konnte das Spielgerät nach einem Eckball unbedrängt einköpfeln. Bedenklich für Dornach ist ebenfalls die Gegebenheit, dass die Luzerner gleich nach dem Ausgleichstreffer wiederum in Führung gehen konnten.

Troller verschiesst Penalty

Eine für den Spielausgang entscheidende Szene lief in der 22. Minute ab. Diogo Carvalho setzte sich im Strafraum der Gäste durch und wurde regelwidrig zu Fall gebracht. Marc Troller scheiterte mit seinem Penalty aber an Luzern-Torhüter Eldin Beganovic. «Das Selbstvertrauen ist nicht da», führte Cantaluppi einen weiteren Punkt an, der Dornach in die sechste aufeinanderfolgende Niederlage rutschen liess. Die Enttäuschung kam schliesslich auch im Frust zum Ausdruck, was Troller in der Nachspielzeit eine völlig unnötige Gelb-Rote Karte einbrachte.

Ein haarsträubender Ballverlust im Spielaufbau leitete in der 25. Minute den dritten Gegentreffer durch Omar Thali ein. Der FC Luzern war mit dem Zwei-Tore-Vorsprung nach der ersten Halbzeit ziemlich gut bedient.

Die Dornacher waren ebenfalls nach der Pause bestrebt, die schwarze Serie zu beenden. Sie hatten in numerischer Überlegenheit mehr Spielanteile und durch Tobias Ritter und Troller erstklassige Chancen zum Anschlusstreffer, doch agierten beide vor dem gegnerischen Goalie zu überhastet.