Dornach machte auf dem Feld klar, dass man den Pokal will. Aber Reinach hielt dagegen. In der ersten Hälfte wohl nur mit dem einen und anderen Nadelstich, aber es wurde nicht destruktiv gespielt. Dass den Schwarzbuben kein Tor gelang, hatte mehrere Gründe. Sicher einmal in der Person von Florian Stocker, dem Goalie der Reinacher. In der Vorrunde noch in der 2. Liga-Mannschaft im Einsatz, zeigte er eine ganz starke Partie.

Sicher war es auch mangelnde Effizienz oder Wettkampfglück, als Pino Busetti mit einem Kopfball nur die Latte traf. Auch nach der Pause hatte Dornach mehr Ballbesitz und Stocker vereitelte zweimal einen erfolgreichen Torschuss. Die beste Aktion hatte jedoch das Team von Trainer Marcel Wanner. Zweimal schien der Treffer Tatsache, doch SCD-Keeper Raffaele Scandinaro und dann Ernes Hodzic auf der Torlinie verhinderten den Treffer. So blieb es bei jenem von Alex Frei sicher verwandelten Elfmeter.

Dieses Endspiel war für Marco Cecere, der nun bereits seinen vierten Pokal innert drei Wochen in Händen hatte und heute Samstag soll ja Nummer fünf folgen, speziell. Trainer der ersten Mannschaft und wohnhaft in Reinach, jetzt Spieler bei Dornach. Im gegnerischen Team stand mit Ivano Biancavilla sein Assistent beim 2. Liga-Meister Reinach. «Tage zuvor befasst man sich schon mit dieser doch speziellen Konstellation. Wenn das Spiel beginnt, ist man fokussiert und blendet es aus. Wichtig ist doch, dass auf dem Platz alles fair bleibt. Reinach hat ein tolles Spiel gemacht und uns alles abverlangt.»

Nicolas Maissen war die Hoffnung der Reinacher auf Tore: «Wir konnten mithalten mit unseren Mitteln. Dornach hatte mehr vom Spiel, aber wir zeigten eine gute Leistung. Dass wir nur durch einen Elfmeter verlieren, tut weh. Es ist auch ärgerlich für Stocker, denn er hat ein ganz starkes Spiel gemacht.» Happy war natürlich SCD-Trainer Fabian Dreier.

Er konnte wegen einer unter der Woche im Training erlittenen Verletzung nicht selbst spielen, wirkte aber von aussen lautstark mit. «Ich war mit unserem Zweikampfverhalten nicht zufrieden. Wir waren oft zu passiv. Gratulation an Reinach, das uns gefordert hat. Es macht mehr Spass, ein spannendes Spiel zu gewinnen als so wie letztes Jahr, wo nach wenigen Minuten alles klar war. Man gewöhnt sich nie an Siege, aber es ist halt auch nicht mehr gleich wie beim ersten.»

Black Stars Ü40-Sieger

Bei den Ü40-Senioren waren die Black Stars für den FC Gelterkinden eine Spur zu stark. Mit 6:2 liessen die Städter keine Fragen aufkommen und durften sich an Pokal und Medaillen erfreuen. Da Dornach den Schweizer Cup gewann, musste der Verband einen zusätzlichen Teilnehmer am nächstjährigen Schweizer Cup erküren. Man tat dies mit einem Entscheidungsspiel der beiden Halbfinalverlierer. Liestal gewann gegen Espanyol mit 4:3.