1. Liga
Dornachs Erfolgsserie ist gegen Solothurn gerissen

Die Mannschaft von Trainer Sebastiano Nigro unterliegt Solothurn im Kantonalderby 0:2. Die aufopfernd kämpfenden Dornacher konnten für einmal nicht auf das Wettkampfglück zurückgreifen

Edgar Hänggi
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Dornachs Marc Troller (links) hat das Nachsehen gegen Solothurns Jan Hartmann

Dornachs Marc Troller (links) hat das Nachsehen gegen Solothurns Jan Hartmann

sportives.ch

Der SC Dornach musste nach zwei erfolgreichen Partien in diesem Frühjahr die erste Niederlage hinnehmen. Der 2:0-Erfolg der Gäste aus der Stadt Solothurn geht in Ordnung, machten sie doch mehr für das Spiel und kamen auch zu mehr Torchancen.

Sie hielten dem nicht bei allen geliebten Erfolgsdruck stand - die Ambassadoren liebäugeln mit einem Aufstieg in die neu zu bildende Promotionsliga. Um das zu erreichen, hat der FCS im Winter zwei weitere Spieler mit Challenge-League-Erfahrung geholt.

Hervé Makuka war es im auch, der mit seinem grossen Laufpensum und den gewonnenen Zweikämpfen dafür sorgte, dass die Gäste das Mittelfeld für sich beanspruchten. Dornach-Captain Stefan Abt reklamierte denn auch mehrmals, dass man im Zentrum keine Bälle habe und so dauernd unter Druck gerate.
Herrlich herausgespieltes 0:1

Nach anfänglichem Abtasten dominierten die weit aggressiver in die Zweikämpfe gehenden Gäste deutlich. In der 19. Minute blieb den Gästen der Torjubel im Halse stecken, als Vogt den herauseilenden SCD-Goalie Danilo Bjekovic überlobte, Verteidiger Toni Brescia mit letztem Einsatz das Spielgerät aber noch vor der Torlinie wegschlagen konnte.

Der verdiente Führungstreffer fiel dann aber doch, er alleine wäre in seiner Entstehung das Eintrittsgeld wert gewesen. Makuka leitete im Mittelfeld einen Angriff ein. Der Ball lief über mehrere Stationen, bis ihn genannter Spieler am rechten Flügel halbhoch in den Strafraum passte, wo Patrick Hasler vollendete.

Dornach-Trainer Sebastiano Nigro tigerte verärgert in seiner Zone herum. In der Halbzeitpause fand er offensichtlich die richtigen Worte. Sein Team begann wie verwandelt. Dornach gewann die Zweikämpfe, agierte aggressiver und spielte sich Abschlüsse heraus.

Allerdings hatte Solothurn dank dem lautstarken Brasilianer Lopes hinten alles im Griff. Nach 15 Minuten bekamen die Zuschauer aber bereits wieder den Spielverlauf von vor der Pause zu sehen. Als die Schwarzbuben in der Endphase deshalb alles auf die Karte Offensive setzten, kamen die Gäste zu Kontermöglichkeiten. Zweimal rettete Torhüter Danilo Bjekovic hervorragend, und als die Gäste in der 91. Minute eine Überzahl mit drei gegen eins kläglich vergaben, schien kein Treffer mehr möglich.

Doch dann dokumentierte Paulo Vogt, warum er einmal einer der gefährlichsten Torschützen in der Challenge League war. Er stand am richtigen Ort und brauchte das Leder nur noch zum 0:2 ins leere Tor einzuschieben.