1. Liga
Drei Tore innerhalb einer Minute zu hohe Hypothek für den EHC Basel

Der EHC Basel wurde anfangs kalt erwischt und verlor gegen die Argovia Stars mit 1:4.

Reto Büchler
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EHC Basel bleibt gegen die Argovia Stars chancenlos.

EHC Basel bleibt gegen die Argovia Stars chancenlos.

Uwe Zinke

Auf der Heimfahrt vom Cup Auswärtspiel machte die Basler Mannschaft letzten Mittwoch Bekanntschaft mit der Solothurner Kantonspolizei. Im Gegensatz zu den Aktionen der französischen Polizei während der Tour de France hat man jedoch weder am Bus noch im Gepäck verdächtiges vorgefunden, sodass das Team am Donnerstag morgen gegen 1 Uhr wieder ein Basel eintraf.

Ganz ausgeschlafen präsentierten sich die wieder mit Flavio Cola angetreten Basler am Samstag Abend gegen die Argovia Stars dann nicht. Zunächst hatte Tuffet in der intensiven Startphase mit einem Pfostenschuss Pech. Nach einer „Haloween-Minute“ stand es nach 7 Minuten Spielzeit dann plötzlich 3:0 für die Gäste. Kurz zuvor verhinderte Damian Osterwalder zudem bereits den Führungstreffer, als er einen Penalty von Steiner halten konnte. Da er aber bei den Gegentoren unglücklich aussah, wurde er durch Thomas Gass ersetzt. Der Ersatztorhüter machte ein gutes Spiel und zeigte, dass er bereit ist wenn man ihn braucht.

Reto Waldmeier war somit mit Timeout und Goaliewechsel relativ früh gezwungen zu reagieren, was der Mannschaft gut getan hat. Basel war nun präsenter und konnte sich über den Kampf wieder aufrichten. Klarste Torchancen wurden nun herausgespielt. Entweder schoss man aber neben das leere Tor oder scheiterte am starken Sandro Wehrli. Es dauerte bis zur 39. Minute, bis Justin Cueni seine Mannschaft wieder ins Spiel brachte. Im letzten Drittel versuchte Basel nochmals alles. Da aber auch das Poweplay an diesem Abend überhaupt nicht funktionierte, blieb es beim Versuch. Als zwei Minuten vor Schluss Gass durch einen 6. Feldspieler ersetzte wurde, besiegelte Pascal Wittwer mit seinem Schuss ins leere Tor entgültig die ärgerliche Niederlage des EHC Basel.

Einig waren nach dem Spiel der sichtlich enttäuschte Assistent-Coach Roger Gerber sowie Basels einziger Torschütze Justin Cueni, wie man in Zukunft eine solche Niederlage verhindern muss: „ Wir müssen dem Gegner unser Spiel aufzwingen, nicht umgekehrt. Wir müssen uns auf unsere Stärken konzentrieren, nicht zuviel auf die Anderen schauen. Zudem machen wir sie (die Tore) nicht.“

Mit diesen Vorgaben muss das Team am nächsten Dienstag in Burgdorf unbedingt wieder auf die Siegesstrasse züruckkehren, will man den Anschluss an die vorderen Plätze in der Tabelle nicht verlieren.

EHC Basel/KLH – Argovia Stars 1:4 (0:3, 1:0, 0:1) St. Jakob Arena – 448 Zuschauer. Schiedsrichter: Fabrice Fausel; Bichsel, Wittwer

Tore: 6. Renggli (Steiner, Merkli) 0:1; 7. Fopma (Wittwer) 0:2; 7. Rechsteiner (Scherwey) 0:3; 39. Cueni (Zinkl) 1:3; 59. Wittwer (Barz, Wehrli) 1:4 ins leere Tor.

Strafen: 5 mal 2 Minuten gegen Basel und 8 mal 2 Minuten gegen Argovia

EHC Basel: Osterwalder,( ab 8. Gass): Maurer, Schnellmann; Gfeller, Fluri; Cederbaum, Asal; Lenz, Bichsel; Spreyermann, Rohrbach, Mombelli; Tuffet, Fritz, Voegelin; Guantario, Cola, Pfennich; Cueni , Müller, Zinkl. Headcoach: Reto Waldmeier; Ass.- Coach Roger Gerber

Argovia Stars: Wehrli; Barz, Renggli; Leuenberger, Fopma; Wälti, Thöny; Olesen; Scherwey, Augstburger, Rechsteiner; Merkli, Simmen, Steiner; C.F. Frei; C. Frei, Wittwer; M. Frei,. Zuberbühler. Headcoach: Eric Wittwer; Ass.- Coach: Andy Wehrli

Bemerkungen: 1. Pfostenschuss T. Tuffet; 4. T.Steiner verschiesst Penalty; 7. Timeout Basel

Bestplayer: Thomas Gass (BS) Sandro Wehrli (AG)

Torschüsse: 27:32 (7:13; 6:11; 14:8).

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