Volleyball
Drei unerwartete Punkte für Pfeffingen gegen Aesch

Nach einer unvorhergesehenen Wettkampfpause infolge des vom Verband verschobenen Spiels gegen Voléro Zürich hat Sm’Aesch Pfeffingen ein hochstehendes NLA-Volleyballspiel gegen Neuenburg UC mit 3:1 gewonnen.

Paul Ulli
Merken
Drucken
Teilen
Volleyball Sm’Aesch Pfeffingen gewinnt in der NLA überraschend mit 3:1 gegen Neuenburg
5 Bilder
Joana Winter (links) und Kerley Becker beim Block
Izabela De Olivia (links) und Dominika Jarotta
Martina Frankova punktet für Sm’Aesch-Pfeffingen
Joana Winter beim erfolgreichen Block

Volleyball Sm’Aesch Pfeffingen gewinnt in der NLA überraschend mit 3:1 gegen Neuenburg

Nicole Nars-Zimmer

Auf der einen Seite war die kurzfristige Absage der Partie gegen die Zürcherinnen für Sm’Aesch ärgerlich, auf der anderen Seite konnten die leicht angeschlagenen Spielerinnen wie Martina Frankova und Passeuse Dominica Jarotta ihre Blessuren auskurieren. Nach der abso-lut unnötigen und unerwarteten Niederlage im letzten Heimspiel gegen Volley Toggenburg brannten die Sm’Aesch-Spielerinnen darauf, sich bei ihren Fans zu rehabilitieren.

Mitreissender erster Satz

Der Startsatz gegen die Neuenburgerinnen wogte hin und her. Kein Team lag je mehr als zwei Punkte im Vorsprung, als eine unglaublich spannende und hochstehende Schlussphase ihren Lauf nahm. Kerley Becker und Captain Laura Tschopp hatten ihre Farben mit 23:22 in Führung gebracht, als Martina Frankova ihren Aufschlag als Netzroller ins eigene Feld zurückfallen sah. Als in der Folge dann der Nationalliga-Debütantin Dominique Haussener (17) auch noch ein dummer Annahmefehler unterlief, schien der erste Satz
aus Sicht der Gastgeberinnen weg. Doch Becker hatte etwas gegen diese Entwicklung einzuwenden, und drehte das Skore mit ihrem Smash und einem Service-Ass. Ein sauberer Block von Joana Winter und Izabela De Oliveira bedeutete dann die Satzführung. Vom Sm’Aesch-Hoch war im zweiten Durchgang allerdings überhaupt nichts mehr zu sehen. Nach einem zwischenzeitlichen 5:5 verlor das Team von Trainerin Jana Surikova völlig den Faden. Kaum ein zwingender Angriff, zu viele Annahme- und Servicefehler, welche die Gäste aus Neuenburg jetzt rigoros zu Punkten aus nutzten. Vor allem die beiden US-Amerikanerinnen Lindsay Stalzer und Laura De Bruler liessen mit ihren Angriffsbällen der Sm’Aesch-Defensive kaum eine Abwehrchance. Die Folge davon war der Satzausgleich mit einem klaren Verdikt.

Zu alter Stärke zurückgefunden

Doch das Heimteam konnte sich wieder aufrappeln und fand zur Stärke des ersten Satzes zurück. Passeuse Dominica Jarotta gelang es in dieser Phase, vor allem Becker und Winter immer wieder gut zu lancieren. Obwohl NUC nochmals etwas herankam, ging dieser dritte Satz verdientermassen an die Gastgeberinnen. Jetzt war das sonst immer extremen Schwankungen unterworfene Sm’Aesch nicht mehr zu stoppen und holte sich mit einer weiterhin überzeugenden Leistung diese wichtigen drei Punkte.

Geglücktes Debüt

Überglücklich war nach der Partie nicht nur Trainerin Surikova, sondern auch die Nationalliga-Debütantin Haussener: «Ich war natürlich zu Beginn etwas nervös, aber es ist ein unbeschreibliches Gefühl, ein solches Spiel zu gewinnen.» Die Angriffe in der obersten Spielklasse seien natürlich viel variabler und die Smashs um einiges härter, so Haussener weiter. Aber: «Ich darf ich mit meiner Leistung sicher zufrieden sein.» Zweifellos.