In diesem Heimspiel benötigten die Spielerinnen von Sm’Aesch Pfeffingen fast einen ganzen Satz, um in die Partie zu kommen. Zu Beginn agierten die Baselbieterinnen nach der Europa-Cup-Partie gegen Trabzon ziemlich uninspiriert und vor allem ohne Defensive. Der Block fehlte bis zum Spielstand  von 18:19 für Volley Köniz völlig und auch in der Feldverteidigung stimmte so einiges nicht.

Doch dann, wie von Zauberhand geschickt, stand der Block mit Jekatarina Stepanova und Madlaina Matter gleich zweimal hintereinander bereit und schon führte das Heimteam erstmals in dieser Partie. Danach wogte das Spiel punktemässig hin und her und kein Team konnte sich entscheidend absetzen. Es war dann die an diesem Abend stark aufspielende Brasilianerin Barbara Duarte, welche den zweiten Satzball zu Gunsten von Sm’Aesch verwertete.

Unglaubliche Steigerung bei Sm’Aesch

Im zweiten Satz sahen dann die Zuschauer ein komplett verändertes Heimteam. Neben Duarte glänzte jetzt im Abschluss auch Laura Künzler, die ihre bescheidene Leistung vom letzten Mittwoch vergessen machte. Und als Libera zeigte die für die angeschlagene Thays Deprati spielende Lisa Leu eine schlichtweg grossartige Leistung. Die erst 19-Jährige beging keinen einzigen Annahmefehler und war auch bei den nötig werdenden Zuspielen auf ihre Angreiferinnen ein sicherer Wert.

Folge dieser enormen Steigerung der ganzen Mannschaft war ein klares 25:14-Verdikt. Damit war der Punkt, welcher für den dritten Platz nach der Qualifikation benötigt wurde, bereits in trockenen Tüchern. Doch das Team von Headcoach Timo Lippuner liess auch im dritten Durchgang nicht nach und kämpfte um jeden Ball. Nach der 8:2-Führung beim ersten technischen Time-Out war der Weg frei zum klaren 25:20 und dem damit verbundenen deutlichen 3:0-Sieg.

«Ich war mental bereit»

Ziemlich glücklich, aber auch erschöpft, war Libera Leu, die nämlich bereits vor der NLA-Partie mit der 1. Liga-Mannschaft von Sm’Aesch Pfeffingen gegen Giubiasco beim 3:2-Sieg über fünf Sätze gespielt hatte: «Ich wusste schon am Mittwoch, dass ich für meine verletzte Kollegin Deprati einspringen muss. Deshalb war ich mental bereit und freue mich natürlich über meine Leistung. Es hat für mich einfach alles gepasst.» Auch Trainer Lippuner lobte seine Libera: «Sie war absolut bereit und hat viel zu diesem wichtigen Sieg beigetragen. Auch wenn wir heute etwas harzig aus den Startlöchern gekommen sind. Wichtig ist der dritte Platz und der Zusatzpunkt für die Finalrunde.»